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Arbeiten in den Niederlanden

Deutsche Bewerber haben insbesondere im Baugewerbe, im gewerblich-technischen Bereich, im medizinischen Bereich, in den neuesten Servicedienstleistungen sowie im Gaststätten- und Hotelgewerbe gute Chancen. Ferner ist im technischen Bereich ein großer Mangel an mittleren Führungskräften sowie Spezialisten zu verzeichnen. Die IT-Fachleute und Ingenieure sollten mindestens über gute Englischkenntnisse verfügen. Zwar sind die Niederländer dafür bekannt, mehrere Fremdsprachen zu beherrschen, sollte man in zahlreichen Berufen auch das Holländische können. Für bestimmte Berufe ist es sogar Pflicht, Holländisch zu können (z. B. für Lehrer oder Ärzte).

Arbeiten in den Niederlanden

Man kann sich bei bei den staatlichen Arbeitsämtern einschreiben, die man in fast allen großen Städten findet, um eine Stelle zu suchen. Für die Einschreibung benötigt man lediglich den Nachweis der EU-Unionsbürgerschaft. Generell benötigt man für eine Arbeitsaufnahme die Steuernummer (sog. So-Fi-Nummer), welche einem Bewerber das nahe gelegene niederländische Finanzamt erteilt.

Zwar stehen in den Samstagsausgaben der Zeitungen viele Stellenanzeigen, aber der Bewerber sollte sich im Klaren sein, dass man in den Niederlanden einen Zugang zum Arbeitsmarkt fast nur über die kommerziellen Arbeitsvermittler bekommt. Sie vermitteln normalerweise befristete Arbeitsverträge. Hier wird allerdings nicht ausgeschlossen, dass nach dem Ablauf der Befristung ein unbefristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen wird.

In den Niederlanden sind die Initiativbewerbungen durchaus üblicher als in Deutschland. Die Bewerbung soll sachbezogen und kurz geschrieben sein. Sie soll die persönlichen Angaben des Bewerbers beinhalten. Der in niederländische Sprache verfasste Bewerbungsbrief wird normalerweise in drei Abschnitte gegliedert: der Grund für die Bewerbung auf diese Stelle, wie man sich langfristig für diese Position motivieren kann und zu guter Letzt welche Kompetenzen und Qualitäten man hat.

Der Lebenslauf differenziert sich nicht von dem Lebenslauf, welcher in Deutschland üblich ist. Man kann am Ende erwähnen, dass man Referenzen hat, welche auf Wunsch genannt werden können. Ob man Anlagen beifügen muss, geht oftmals aus der Stellenanzeige hervor. Es werden aber normalerweise keine Zeugniskopien benötigt. Werden sie aber trotzdem benötigt, ist es sinnvoll, sie zu übersetzen und die darin befindlichen Noten auf das komplett andere Notensystem der Niederlande zu transferieren.

Bürger aus der EU, die einen validen Reisepass oder Personalausweis haben, benötigen in den Niederlanden für die ersten drei Monaten des Aufenthalts innerhalb eines Halbjahres keine weiteren Formalitäten. Wenn man sich länger als drei Monate in den Niederlanden aufhält, muss man die Aufenthaltserlaubnis beantragen. Die Aufenthaltserlaubnis wird nur dann gewährt, wenn der Antragsteller nicht der Sozialversicherungsamt zur Last fällt sowie entsprechend krankenversichert ist. Der Antrag zur Aufenthaltserlaubnis wird bei der Ausländerbehörde der jeweiligen Gemeinde abgegeben. Bürger aus der EU brauchen keine Arbeitsgenehmigung.

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