Arbeiten in Luxemburg
Luxemburg ist für Arbeitnehmer aus den Nachbarstaaten Belgien, Deutschland und Frankreich sehr attraktiv. Über 20.000 Deutsche zieht es pro Tag als Grenzgänger nach Luxemburg. Dies sind schon immerhin circa 10 % der Erwerbstätigen.
Der wichtigste Wirtschaftszweig in Luxemburg ist der Dienstleistungsbereich. Ferner sind die europäischen Institutionen (z. B. Gerichtshof, Rechnungshof, Amt für amtliche Veröffentlichungen, EUROSTAT) direkte Arbeitgeber. Außerdem sind für sie auch zahlreiche Dienstleister tätig.
Luxemburg ist der führende Finanzplatz in Europa. Dort gibt es mehr als 200 Banken, sodass dieser expandierende Bereich auch Quereinsteigern eine Möglichkeit zum Arbeiten bietet. Oftmals bekommen die luxemburgischen Schulabgänger die akademische Ausbildung im Ausland. Dadurch werden viele hochqualifizierte Arbeitskräfte insbesondere in den Bereichen der Dienstleistung oder Informatik gesucht. Ferner werden zahlreiche Techniker und Ingenieure gesucht.
In Luxemburg wird neben „Letzebuergesch“ auch noch Französisch und Deutsch geredet. Natürlich ist auch Englisch sehr wichtig.
Der erste Einstieg in den luxemburgischen Arbeitsmarkt kann gegebenenfalls der befristete Arbeitsvertrag bei einer der vielen Zeitarbeitsfirmen sein. Es ist für eine direkte Suche nach der langfristige Beschäftigung ratsam, in den Tageszeitungen nach der passenden Stelle zu suchen. Aber auch die Initiativbewerbungen werden von den Arbeitgebern sehr hoch angesehen. Auf dieser Weise werden fast die Hälfte sämtlicher Positionen vergeben.
Wenn in einer Stellenanzeige nichts anderes steht, wie die Bewerbung auszusehen hat, sollte sich das Anschreiben und der Lebenslauf an dem französischen Muster orientieren. Hier muss das Anschreiben handgeschrieben sein und der Lebenslauf darf höchstens zwei Seiten lang sein. Das in Französisch geschriebene Anschreiben geht auf die Motivation und Qualifikation für die Position ein. Es wird natürlich mit den Grußformeln beendet, welche in Frankreich üblich sind.
Einem Lebenslauf, der mit einem PC geschrieben worden ist, wird nun ein Passfoto beigefügt. Der in tabellarisch verfasste Lebenslauf enthält neben den Angaben zur Person auch noch Angaben zur Ausbildung, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung und Freizeitaktivitäten. Üblicherweise werden die Zeugnisse nicht mit der Bewerbung versandt. Man schickt höchstens eine Kopie von den mit der höchsten erworbenen Fertigkeit oder einer Referenz mit. Die Referenz spielt selbst im Bewerbungsgespräch eine sehr wichtige Rolle. Aber auch der persönliche Eindruck ist wichtig, selbst wenn standardisierten Testverfahren und Fragebögen in dem Auswahlverfahren angesprochen werden.
Man benötigt in Luxemburg keine Arbeitserlaubnis, sodass man direkt die Tätigkeit aufnehmen kann. Trotz alledem muss die Aufenthaltsgenehmigung für Staatsangehörigkeit der EWR oder EU beantragt werden. Die Aufenthaltsgenehmigung ist ein Nachweis für ein Aufenthaltsrecht als ein Arbeitnehmer aus einem der EU-Mitgliedsstaaten und es verleiht das Recht, dass man bis zu dem Zeitpunkt der Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung arbeiten kann. Beim Versäumnis der Verlängerung einer Aufenthaltsgenehmigung muss die Person eine Geldstrafe zahlen. Der Landesverweis oder ein Freiheitsentzug sind nicht zulässig. Aufgrund dessen sollte man sich innerhalb von drei Tagen nach der Einreise in Luxemburg bei der Gemeindebehörde melden und die Aufenthaltsgenehmigung beantragen.
Weitere Informationen zu Arbeiten in Luxemburg


