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Arbeiten in Island

Sowohl die Aluminium- und Energieproduktion als auch der Tourismus und der Fischfang sind traditionell starke Zweige der isländischen Wirtschaft. Ferner entwickelte sich in der Vergangenheit auch die Informationstechnologie, die Forschung und der Finanzsektor sehr gut. Dennoch ist die isländische Wirtschaft sehr stark von der Fischindustrie abhängig. Fischprodukte und Fische machen einen großen Teil des Exportgeschäfts aus. Trotz alledem arbeiten etwa 7.000 Mitarbeiter in der Fischwirtschaft, sodass die Beschäftigung vielmehr eine untergeordnete Rolle spielt. Im Dienstleistungsgewerbe arbeiten etwa 75 % der ca. 175.000 Beschäftigte. In diesem Wirtschaftszweig ist das Sozial- und Gesundheitswesen der größte Arbeitgeber. Dagegen hat der Industriesektor (Energie, Bau, Produktion) einen Anteil von ca. 25 % an der Gesamtbeschäftigung.

Arbeiten in Island

Die isländisch Wirtschaft hat fast die Vollbeschäftigung erreicht. Aufgrund dessen stieg in der Vergangenheit auch die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften. Es mangelt an Hebammen, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Techniker, Ingenieure und IT-Fachleuten. Selbst Metallfacharbeiter, Baufacharbeiter und Elektriker werden immer noch gesucht. Sowohl Fleischzerleger als auch Landarbeiter und Schlachter werden in jeder Jahreszeit gesucht. Aber auch Zimmerpersonal und Köche werden in der Reisesaison benötigt.

In der Fisch- und Landwirtschaft arbeiten kaum ausländische Beschäftigte. Etwa 50 % arbeiten im Dienstleistungsbereich. Der restliche Anteil hat eine Tätigkeit in der Industrie. Zwischen 1996 und 2008 vervierfachte sich die Anzahl der Migranten in Island. Momentan leben und wohnen mehr als 20.000 Ausländer auf Island. Inzwischen stammt jeder zehnte Beschäftigte aus dem Ausland. Ein Großteil der ausländischen Beschäftigte stammen aus Deutschland, Litauen, Portugal, Schweden und Polen.

Zwar gehört Island nicht zur EU, sondern das Land gehört zur EWR, dem Europäischen Wirtschaftsraum. Deshalb kann man sehr leicht in Island eine Tätigkeit aufnehmen. Für die Bürger der EU gelten hier die selben Bestimmungen wie in einem EU-Mitgliedsstaat. Deshalb benötigt man weder eine Arbeitserlaubnis noch eine Aufenthaltsgenehmigung. Man muss nur seinen Wohnsitz melden.

Zum Einen kann man über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und zum Anderen über Stellenofferten im Internet in den vielen Online-Jobbörsen nach geeigneten Positionen suchen. Selbst in den großen Tageszeitungen findet man eine Vielzahl an Stellenangeboten. Auch in der branchenspezifische Fachpresse kann man einige Stellenangebote finden. Man kann aber auch vor Ort nach einer Tätigkeit suchen. Hier kann man das Dienstleistungsangebot der örtlichen Filialen der isländischen Arbeitsverwaltung nutzen. Ferner vermitteln die privaten Personalagenturen hauptsächlich das besser qualifizierte Personal.

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