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Arbeiten in Irland

Die irische Wirtschaft wuchs zwischen 1993 und 2000 um 80 %. Dadurch wurden neue Arbeitsplätze geschaffen und die Inflationsrate war gering. Somit stieg auch der Lebensstandard des früheren europäischen Armenhauses. Man kann nun in Irland sehr gut arbeiten, leben und verdienen. Der innovative und moderne Arbeitsmarkt lockt zahlreiche Investoren an – v. a. im Maschinenbau, im Hochtechnologie-Bereich und in der Pharmaindustrie. Selbst im Dienstleistungsbereich gibt es Angebote. Aufgrund der expandierenden Wirtschaft und der Call-Center, die überall entstehen, kommen viele junge Leute aus der EU nach Irland. Fachkräfte werden insbesondere von den mittelständischen Firmen gesucht. Zwar ist Irisch die erste Amtssprache, doch für das Arbeiten in Irland gilt, dass man auch Englischkenntnisse haben sollte.

Arbeiten in Irland

In Irland gibt es eine nichtkommerzielle Arbeitsvermittlung, die kein staatliches Arbeitsamt wie das in Deutschland vorhandene ist. Neben einer Zentrale gibt es noch andere regionale Büros in ganz Irland. Sie vermitteln einheimische und ausländische Interessenten. Generell ist es in Irland nicht üblich, dass der künftige Arbeitgeber die Gebühren übernimmt. Man sollte sich daher vor der Inanspruchnahme von Leistungen und Gebühren informieren. In Irland gibt es die sog. „Milkround“, welche von den Hochschulen im Frühjahr offeriert wird. Jedoch richten sich diese Offerten der Hochschulen lediglich an die eigenen Absolventen. Oftmals hilft man aber auch jungen ausländischen Absolventen.

Bei der Arbeitssuche in Irland sind auch die Zeitungsanzeigen sehr wichtig. In Irland ist der Freitag im Allgemeinen der wichtigste Tag für Stellenangebote. Dies gilt sowohl für die großen als auch für die regionalen Zeitungen. Man sollte aber auch in die Sonntagsausgabe der Zeitungen schauen. Bei Initiativbewerbungen sollte man in den Gelben Seiten bzw. im „Register of Employers in Ireland“ (kurz: REGI) und im „Directory of Opportunities of Graduates in Ireland“ (kurz: DOGI) nachschlagen. In den Berufsberatungsstellen liegen diese Nachschlagewerke aus.

Bewerbungsmappen mit Arbeitszeugnissen, Referenzen und Diplomen sind in Irland eher nicht üblich. In einem handgeschriebenen Lebenslauf sollte man eine eher zurückhaltende Selbstdarstellung schreiben. Wenn es möglich ist, sollte man zwei Referenzen angeben. Ferner solle man auf eine mögliche Anlage mit „enc.“ bzw. „encs“ verweisen. Der mit einem PC geschriebenen Lebenslauf ist antichronologisch und tabellarisch gegliedert. Nach der Angabe zur Tätigkeit („Employment“) kommen die Angaben zur Ausbildung („Education and qualifications“) sowie über die Zusatzkenntnisse („Special skills“) und den Hobbies („Interests“). Das Bewerbungsfoto legt man lediglich auf Wunsch dazu. In Irland sind die Bewerbungsgespräche und Einstellungstests üblich.

Vor dem Ablauf der ersten 3 Monate nach der Einreise nach Irland muss die Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden. Für die Stadt Dublin ist dafür das Ausländermeldeamt der und bei allen anderen Regionen und Städten das örtliche Einwohnermeldeamt zuständig. Der Zeitraum der Aufenthaltsgenehmigung ist von der geplanten Dauer des Beschäftigungsverhältnisses bzw. der jeweiligen beruflichen Tätigkeit abhängig. Jedoch beträgt sie maximal 5 Jahre. Beim Ablauf der Genehmigung kann man einen Antrag auf Verlängerung stellen. Problematisch wird es dann, wenn der Antragsteller in der Zwischenzeit mindestens 12 Monate ohne Tätigkeit gemeldet ist.

Beim Antrag einer Aufenthaltsgenehmigung muss man folgende Dokumente beifügen: ein ausgefülltes Antragsformular, vier Passbilder, einen Reisepass oder Personalausweis und einen Beleg des Arbeitgebers über ein Beschäftigungsverhältnis. Sollte man als Selbstständiger in Irland agieren, benötigt man stattdessen einen Berechtigungsnachweis zu einer selbstständigen Tätigkeit (beispielsweise durch das Vorlegen einer Bescheinigung über ein Mitgliedschaftsverhältnis in einer Standes- oder Berufsorganisation, durch das Eintragen in das Handelsregister oder einer Mehrwertsteuernummer).

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