Stellensuchende bevorzugen Jobportale für Karriereplanung
Mehr als zwei Drittel aller Stellensuchenden recherchieren auf Internet-Stellenbörsen laut aktueller Studie : Jobportale wichtigste Kanäle für neuen Job
Internet-Stellenbörsen sind mit Abstand die meist genutzte Informationsquelle bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber, das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Bewerbungspraxis 2009“, die von den Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Portal Monster erhoben wurde. Laut der Studie recherchieren fast 70 Prozent der Stellensuchenden in Deutschland auf Jobportalen im Rahmen der eigenen Karriereplanung. Dabei verschaffen sie sich nicht nur einen Überblick über vakante Positionen, sondern nutzen auch die redaktionellen Inhalte wie Artikel und Experten-Beiträge. 39 Prozent der deutschen Jobsuchenden und Karriereinteressierten recherchieren häufig in Printmedien oder auf Unternehmens-Webseiten (38 Prozent), mehr als ein Fünftel greift auch auf die Unterstützung von Online-Communities oder das persönliche Netzwerk zurück. Die Studie „Bewerbungspraxis 2009“ untersucht das Bewerbungsverhalten und die Karriereplanung von mehr als 10.000 Jobsuchenden und Karriereinteressierten in Deutschland.
„Die aktuelle Studie zeigt, dass für die Umfrageteilnehmer Internet-Stellenbörsen die Informationsquelle Nummer eins sind“, erklärt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. „Mehr als die Hälfte der Befragten sieht darüberhinaus eine hohe bis sehr hohe Chance, über Internet-Stellenbörsen auch tatsächlich einen neuen Job zu finden.“
Ebenfalls Erfolg versprechend scheint das eigene Netzwerk zu sein, vier von zehn Befragten sind zuversichtlich, durch Empfehlungen von Bekannten an eine neue Stelle zu gelangen.
Insgesamt nutzen Jobsuchende sämtliche Informationsquellen für die Karriereplanung - von der Internet-Stellenbörse über die Printmedien bis hin zur Unternehmens-Webseite - weniger als in den Jahren zuvor. „Hier zeigt sich, dass sich in den vergangenen Jahren die Lage am Arbeitsmarkt für Stellensuchende deutlich verbessert hat. Die Bewerber finden schneller einen neuen Arbeitgeber und müssen daher weniger Zeit für die Recherche aufwenden“, erklärt Marco Bertoli, Geschäftsführer Monster Central Europe. „Allerdings dürfte sich diese Tendenz in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen Unternehmen Einstellungen sehr genau planen und prüfen, wieder umkehren.“
Die jährlich erscheinende Studie „Bewerbungspraxis“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt und Bamberg und des Online-Karriereportals Monster Worldwide Deutschland untersucht Vorgehen, Verhalten, Ziele und Erwartungen der Kandidaten sowie Trends im Bewerbungsprozess in Deutschland. Die Studie wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt. An der aktuellen Studie „Bewerbungspraxis 2009“ beteiligten sich mehr als 10.000 Personen. Neben der „Bewerbungspraxis“ geben die Universitäten Frankfurt und Bamberg zusammen mit Monster Worldwide Deutschland auch die jährlichen Studien „Recruiting Trends“ und „Recruiting Trends Mittelstand“ heraus.
(Quelle: www.monster.de, 02.03.2009)


