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Monster Employment Index verliert im Dezember sieben Punkte

Der Monster Employment Index sinkt in Deutschland im Dezember um sieben auf 137 Punkte und erreicht den tiefsten Stand der vergangenen elf Monate – ein Zeichen dafür, dass die weltweit angespannte Wirtschaftslage langsam den deutschen Arbeitsmarkt erfasst.

Damit befindet sich der deutsche Index – wie auch die Indizes aller anderen europäischen Länder - im Abwärtstrend. Den deutlichsten Rückgang bei den deutschen Online-Stellenangeboten verzeichnete im Dezember der Produktionssektor, der im Vergleich zum Vormonat 20 Punkte verlor, während das Gesundheitswesen um  31 Punkte zulegte und somit den Aufwärtstrend der vergangenen acht Monate bestätigte.

Der Monster Employment Index erhebt monatlich die Zahl der im Internet angebotenen Stellen und wertet dabei für Deutschland die Stellenangebote von 280 Unternehmens-Webseiten sowie mehr als zehn Online-Stellenbörsen aus.

„Trotz der geringeren Anzahl an Stellenangeboten und der schwierigen Wirtschaftslage zeigt der Index im Jahresvergleich einen Aufwärtstrend. Der deutsche Arbeitsmarkt erweist sich also noch als relativ stabil“, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. „Bereiche wie das Gesundheitswesen liegen dabei sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene sogar im Gegentrend. Denn während der vergangenen acht Monate ist die Zahl der Stellenangebote in diesem Sektor permanent gestiegen und erreichte im Dezember den absoluten Höhepunkt.“

Sinkende Nachfrage in den meisten Sektoren

In fast allen Bereichen zeichnete sich im Dezember ein deutlicher Abwärtstrend bei der Online-Stellenvermittlung ab. Am stärksten betroffen war der Produktionssektor, der im Vergleich zum Vormonat von 252 auf 232 Index-Punkte fiel. Vor allem Fachkräfte mit technischer Ausbildung wurden in diesem Bereich weniger nachgefragt. Im Gegentrend liegen das Gesundheitswesen (+31 Punkte), der Gastronomie- und Tourismusbereich (+7 Punkte), das Bildungswesen (+4 Punkte) sowie der Finanz- und Versicherungssektor (+3 Punkte). Die Online-Nachfrage im Management- und Beratungsbereich blieb unverändert auf dem Niveau des Vormonats, verlor jedoch im Jahresvergleich drei Index-Punkte.

Alle Berufsgruppen im Abwärtstrend

Der negative Trend geht im Dezember durch alle Berufskategorien und erfasste auch Sparten mit monatelanger positiver Entwicklung. Die stärksten Verluste verzeichneten dabei die Dienstleister und Verkäufer, die 17 Punkte im Monatsvergleich einbüßten. Im Jahresvergleich legten diese Berufsgruppen jedoch um 72 Punkte bzw. 50 Prozent zu und verzeichneten somit die größte jährliche Zuwachsrate. Schwächer war auch die Nachfrage nach Hilfsarbeitskräften mit einem Minus von 13 Index-Punkten. Der Grund: die sinkenden Stellenangebote im Baugewerbe und Bergbau sowie im Transport- und Logistikbereich.

Baden-Württemberg verzeichnete den stärksten Jahresrückgang

Um 19 Punkte (13 Prozent) fielen die Online-Stellenangebote in Baden-Württemberg im Vergleich zum Dezember 2007 – der größte Rückgang innerhalb aller Regionen. Im Vergleich zum Vormonat verlor das Land zwölf Punkte. Hierfür verantwortlich war vor allem die schwache Personalnachfrage im Rechtswesen, Baugewerbe und Bergbau sowie in der Verwaltung. Auch das Saarland büßte sieben Punkte ein und setzte damit den negativen Trend der vergangenen fünf Monate fort. Positiv entwickelten sich hingegen die Jobangebote in Brandenburg (+9 Punkte), Berlin (+7 Punkte) und Sachsen (+6 Punkte). Dabei kurbelten vor allem das Gesundheitswesen, der Gastronomie- und Tourismusbereich sowie der Bildungssektor die Nachfrage nach Fachkräften an.

(Quelle: www.monster.de, 14.01.2009)

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