Deutsche sind offen für Branchenwechsel - Online-Umfrage von JobScout24 belegt Flexibilität der Arbeitnehmer
Der Jurist als Call-Center-Agent, der Software-Entwickler als Koch immer mehr Deutsche erwägen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation, sich beruflich noch einmal komplett neu zu orientieren. Branchenwechsel statt Arbeitslosigkeit lautet das Credo, für das sich laut einer Umfrage der Online-Stellenbörse JobScout24 neun von zehn Deutschen entscheiden.
Jobsuche mit Jobscout24
-
Jobsuche mit JobScout24
-
Lebenslauf einstellen
Mit JobScout24 Karriere machen! Tragen Sie Ihren Lebenslauf in die Bewerberdatenbank ein, damit Sie von Unternehmen gesehen und angesprochen werden können!
-
Online Buchen
Einfach und schnell neue Mitarbeiter finden - mit einer Stellenanzeige bei JobScout24, dem großen Karrieremarkt für qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus Deutschland.
Das klare Ergebnis zeigt, wie groß der Druck auf deutsche Arbeitnehmer ist: 56 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind sofort für einen Branchenwechsel zu haben, da sie Flexibilität heutzutage als unerlässlich erachten. Weitere 33 Prozent sagen Ja zum Neustart, sofern es in anderen Bereichen bessere Aussichten gibt. Lediglich 9 Prozent der User sind sich ihres Arbeitsplatzes so sicher, dass sie sich einen Branchenwechsel gar nicht vorstellen können. Und nur 2 Prozent erlauben sich den Luxus zu sagen, der Wechsel in eine neues Berufsfeld wäre ihnen schlicht und ergreifend zu anstrengend.
Tipps und Überlegungen zum Branchenwechsel:
Branchenperspektive Die Spezialisierung auf eine Branche ist empfehlenswert, wenn dort langfristig mit guten Zukunftsperspektiven gerechnet wird. Zwar wird es immer schwieriger, die Zukunft einer Branche vorherzusagen, dennoch kann es nicht schaden, sich ausgiebig über die Trends und Perspektiven zu informieren. Kommen Zweifel am langfristigen Erfolg der Branche auf, sollte ein Wechsel in Erwägung gezogen werden.
Branchenorientierung Manchmal ist für Hochschulabsolventen und Praktiker die Branchenorientierung sinnvoll. Wer ein branchenspezifisches Studienfach (z.B. Fahrzeugbau) gewählt hat, sollte seine Laufbahn möglichst auch in dieser Branche starten. Je mehr Branchenwissen und -erfahrung zur Ausübung einer Position notwendig sind, desto sinnvoller die Branchenfixierung.
Branchenbedeutung Die Branchenbedeutung hängt stark von der Position im Unternehmen ab und sinkt in der Regel, je höher diese angesiedelt ist. Steigt der Anteil betriebswirtschaftlicher Aufgaben und Schnittstellenfunktionen, sinkt meist die Branchenbedeutung.
Wechselrisiko Je mehr Parameter beim Unternehmenswechsel verändert werden, desto größer ist das Risiko, sich mit dem neuen Job zu vergreifen oder dort nicht zurecht zu kommen. Wer beispielsweise aus dem Mittelstand in einen Konzern in ein anderes Aufgabengebiet wechselt, gleichzeitig in der Hierarchie aufsteigt und dann noch die Region wechselt, trägt das größte Risiko. Deshalb sollten beim Stellenwechsel möglichst wenige Parameter verändert werden.
Wortwahl Aufpassen beim Formulieren der Bewerbung: Oft finden sich darin Vokabeln, die den Bewerber als Experten seiner Branche ausweisen, für die gewählte Zielbranche aber uninteressant sind. Wort für Wort sollten daher Anschreiben und Lebenslauf gecheckt werden.
Rechtfertigungszwang Oft tendieren Bewerber im Anschreiben und Vorstellungsgespräch zur Rechtfertigung: Sie versuchen zu begründen, weshalb sie die Branche wechseln wollen. Sinnvoller ist es, sich zu überlegen, welche branchenspezifischen Qualifikationen man besitzt, die für die neue Branche von hohem Nutzen sein könnten. So entstehen Pluspunkte, die andere Bewerber eventuell nicht mitbringen. Die vermeintliche Schwäche wird so als Stärke präsentiert.
(Quelle: JobScout24, 24.06.2004)


