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Warum ein Praktikum?

Praxiserfahrung ist heute eine Grundvoraussetzung für die meisten Berufe. Wer sich für einen Job bewirbt und noch nie in die Branche oder den Beruf selber „reingeschnuppert“ hat, der darf sich nicht wundern, wenn er noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Praktika machen sich in jedem Lebenslauf gut. So zeigen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber, dass Sie engagiert sind, sich für die Branche interessieren und in etwa wissen, was auf sie zukommen könnte.

Praktika dienen natürlich immer noch in erster Linie der Berufsorientierung. Wie soll man wissen, ob dieser oder jener Beruf der richtige für einen ist, wenn man noch nie mit den jeweiligen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert wurde?

Durch Praktika verringert sich die Chance, dass Sie in einem Beruf landen, den Sie nicht leiden oder bewältigen können.

Hochschulen unterrichten in den meisten Fällen eher theoretisch, nur selten erlangen Studenten überfachliche Schlüsselqualifikationen. Auch zielt das Studium oftmals auf keine klaren Berufsfelder hin – und das bedeutet, dass man nach dem Abschluss noch einiges dazu lernen muss bzw. sollte. Z.B.

  • Diplomatie
  • Stressresistenz
  • Teamfähigkeit
  • Präsentationstechniken
  • Rhetorik
  • Datenbankerfahrung
  • Selbstmanagement
  • Projektmanagement

Durch Praktika können Sie von einem „Fachidioten“ (nicht böse gemeint) zu einem Praktiker werden. Das bringt sowohl Ihnen etwas als auch ihrem zukünftigen Arbeitgeber.

Auch hat man in der Studienzeit meist keine wirklichen Arbeitszeiten, kann sich seine Zeit allgemein gut einteilen und hat in der Regel eine Menge Freizeit. So kann es sein, dass man als Hochschulabsolvent mit einer 40-Stunden-Woche zu Anfang überhaupt nicht zurecht kommt und deshalb beruflich bzw. fachlich versagt. Mit genügend Praktikumserfahrung wird Ihnen das nicht passieren.
Der „Praxisschock“ wird verringert.

Viele junge Menschen trauen sich zu wenig zu, weil sie noch nie wirklich gefordert wurden. Das äußert sich in einem geringen Selbstbewusstsein und einer schlechten Selbstpräsentation. Im Rahmen eines Praktikums lernt man, persönliche und fachliche Stärken und auch Schwächen besser abzustecken.
Durch ein Praktikum kann man sich selbst besser einschätzen. Davon kann man bei der Arbeit nur profitieren.

Klar – nach dem Studium oder der Ausbildung möchte man arbeiten. Aber wo? Jeder weiß, wie wichtig „Vitamin B“ in der heutigen Arbeitswelt ist. Doch die Kontakte zu Papas Arbeitskunden reichen meist nicht aus. Durch Praktika kommt man mit Menschen in Kontakt, die einen bei der späteren Arbeitssuche eventuell unterstützen oder sogar einen Arbeitsplatz anbieten können. Pluspunkt: Durch das Absolvieren von Praktika bekommt man Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern oder einflussreichen Persönlichkeiten.

Natürlich profitieren auch Unternehmen von Praktikanten. Und damit ist nicht nur der Punkt „billige Arbeitskräfte“ gemeint. Die jeweiligen Personalverantwortlichen haben unter anderem die Möglichkeit, junge Talente zu entdecken und sich so kompetente Mitarbeiter zu „sichern“. Außerdem kann während eines Praktikums das menschliche Miteinander getestet werden. Schließlich geht es in den seltensten Fällen nur darum, möglichst gute Fachkräfte zu rekrutieren, sondern auch darum, ob die neuen Mitarbeiter ins Team passen.
Junge Menschen bringen in der Regel neue Impulse. Das Unternehmen bekommt frischen Schwung von außen und kann davon in vielerlei Hinsicht profitieren.

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