Grundsätzliche Tipps und Tricks
Nicht jeder weiß genau, was bei einem Praktikum auf ihn zu kommt, deshalb ist es immer nützlich, sich an ein paar Grundregeln zu halten. Der Rest kommt dann von ganz allein...
Pünktlichkeit
Der erste Punkt, den Sie beachten sollten: Pünktlichkeit ist wichtig! Wer vielleicht sogar mehrmals unentschuldigt zu spät zum Arbeitsplatz gekommen ist, der kann sich auf eine ungemütliche Aussprache mit dem Chef und ein eher negatives Praktikumszeugnis gefasst machen. Planen Sie also Staus oder Verzögerungen von öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst mit ein und seien Sie lieber etwas zu früh als zu spät vor Ort.
Kleidung
Was die Kleidung betrifft, so sollte sie der Branche bzw. dem Unternehmen entsprechend ausgewählt werden. Informieren Sie sich also, wie förmlich oder aber zwanglos es in Ihrem Unternehmen zugeht und stellen Sie sich darauf ein. Kleiden Sie sich aber lieber zu förmlich als zu leger. Auch bei einem Praktikum zählt natürlich der erste Eindruck – ist dieser negativ kann man das häufig nicht mehr gänzlich ausbügeln.
Ansprechpartner
Wichtig für Ihre Arbeit als Praktikant ist ein direkter Ansprechpartner. Wenn Ihnen keiner zugeteilt wird und Sie von Anfang an ganz auf sich allein gestellt sind können Sie sich ruhig trauen, nachzufragen. Im besten Fall sollten Sie wöchentliche Treffen mit Ihrer Kontaktperson vereinbaren. So bekommen Sie positives und auch negatives Feedback und können selber Problempunkte ansprechen und Fragen stellen. Bei kleineren Problemen bietet es sich allerdings an, erstmal die übrigen Praktikanten und Mitarbeiter zu fragen, als sich direkt an den Chef oder Betreuer zu wenden.
Praktikumsplan
Gerade bei längeren Praktika ist ein Praktikumsplan sehr nützlich. In diesem sollte festgelegt sein, wann Sie welche Aufgaben zu erledigen haben bzw. wann Sie in welchen Abteilungen des Unternehmens arbeiten sollen und wann Seminare und ähnliches besucht werden sollen. Auch Ziele können in einem solchen Praktikumsplan vermerkt werden. Bei Pflichtpraktika sind Praktikumspläne Standard, bei freiwilligen Praktika nicht. Fragen Sie ruhig nach, ob sie einen entsprechenden Plan mit Ihrer Kontaktperson zusammen erstellen können. Wenn Ihnen vermittelt wird, dass so etwas nicht vorgesehen ist können Sie sich überlegen, ob Sie selbst aktiv werden und sich einen eigenen Plan erstellen wollen.
Fragen, Fragen, Fragen
Grundsätzlich sollten Sie sich immer vor Augen führen: Sie wollen während Ihres Praktikums etwas lernen. Verstehen Sie etwas nicht oder erhalten Sie zu einem bestimmten Sachverhalt nicht genug Informationen – fragen Sie nach! Fragen werden häufig weniger als Schwäche oder Inkompetenz gewertet als vielmehr als Wissensdurst und Engagement. Und wie sollen Sie Ihren Job auch zur Zufriedenheit Ihres Chefs erledigen, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie wie machen sollen. Wenn Sie z.B. ans Telefon gehen sollen müssen Sie sich genau drüber informieren, wie Sie sich melden sollen und wie man innerhalb des Hauses verbinden kann.
Achten Sie aber darauf, dass Sie einen möglichst günstigen Moment erwischen, in dem die entsprechende Person nicht zu beschäftigt ist.
Freundlichkeit
Ein Praktikum dient häufig auch dazu, wichtige Kontakte zu knüpfen: Sie sollten sich aber nicht nur mit Ihrem Chef und den leitenden Angestellten gut stellen, sondern zu allen Angestellten freundlich sein und grundsätzlich jeden Grüßen – auch Hausmeister und Sekretärinnen. Schließlich stehen Sie vorerst auf unterster Sprosse der Hierarchie-Leiter Ihres Unternehmens. Und an Ihrem Verhalten gegenüber Kollegen und sonstigen Mitarbeitern kann Ihr Chef Ihre grundsätzliche Teamfähigkeit und Freundlichkeit erkennen.
Verhaltensregeln
Diesbezüglich gibt es auch einige Verhaltensregeln, an die man sich halten sollte. Grundsätzlich sollte man warten, bis einem das Du angeboten wird und bis einem die Hand entgegen gestreckt wird. Egal, wie familiär die Atmosphäre im Unternehmen auch sein mag; wenn Sie jemanden unaufgefordert duzen kann dies als ausnehmend unhöflich angesehen werden. Im Vorbeigehen ist es allerdings an Ihnen, zuerst zu grüßen, und zwar ausnahmslos alle Mitarbeiter. Bleiben Sie immer höflich, doch bemühen Sie sich, nicht zu devot zu wirken. Kuschen brauchen in einem Unternehmen auch die Praktikanten nicht. Im Gegenteil: bringen Sie ruhig ehrliche und konstruktive Kritik an. Das kommt in den meisten Fällen gut an, denn Sie zeigen auf diesem Wege Eigeninitiative und beweisen, dass sie an dem Unternehmen und an der Lösung von Problemen interessiert sind.
Auf Kritik an Ihrer Arbeitsweise oder Ihrem verhalten sollten Sie wiederum nicht zu gereizt reagieren. Man will Ihnen ja nichts Böses, sondern Sie nur auf Schwachstellen hinweisen, die sie bei der Ausübung Ihrer Arbeit behindern könnten. Ganz wichtig: lästern Sie nie mit anderen Angestellten über Mitarbeiter oder den Chef. Irgendwer könnte Sie anschwärzen, und negativer könnten Sie wohl kaum auffallen. Gleiches gilt für Betriebsgeheimnisse. Niemals ausplaudern lautet die Devise.
Rauchen sollten sie nur in vorgeschriebenen Räumen und in Pausen. Wenn es solche Räume nicht gibt und Sie nicht vor die Tür gehen können – verkneifen Sie sich das Paffen lieber. Ein weiterer Punkt: So gut wie jeder Angestellte erledigt während der Arbeitszeit auch persönliche Angelegenheiten. Dies sollten Sie aber wirklich nur in Maßen tun und persönliche Gespräche oder Mails auf später verschieben.


