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Probleme

Es gibt einige Problempunkte, die während eines Praktikums immer wieder auftauchen können.

Überforderung.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Ihnen anvertraute Arbeit quantitativ oder qualitativ nicht bewältigen können müssen Sie dies Ihrem Betreuer mitteilen. Es nützt weder Ihnen noch dem Unternehmen etwas, wenn Sie versuchen, Aufgaben zu erledigen, denen Sie nicht gewachsen sind und im schlimmsten Fall irgendwann zusammen brechen. Erarbeiten Sie Lösungen, im besten Fall gemeinsam mit Ihrer Kontaktperson. Das ist wichtig, denn damit zeigen Sie, dass Sie sich nicht einfach nur beschweren wollen, sondern dass Sie daran interessiert sind, so gut wie nur irgend möglich für das Unternehmen zu arbeiten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass sie auch als Praktikant ab und an Aufgaben ablehnen können. Achten Sie nur darauf, dass Sie immer gut argumentieren und genau erklären, warum Sie die Arbeit momentan nicht annehmen können.

Überstunden

Es passiert immer wieder, dass Praktikanten bis an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit „ausgenutzt“ werden und viele Überstunden machen müssen. Gesetzlich festgelegt ist jedoch, dass die werktägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers (im Halbjahresschnitt) acht Stunden nicht überschreiten darf (§3 Arbeitszeitgesetz). Die Höchstarbeitszeit beträgt 10 Stunden.

Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen ist nur in einigen Brachen oder in „betrieblichen Notfällen“ erlaubt. Wenn Sie überlegen, ob Sie sich weigern sollen, Überstunden abzuleisten sollten Sie abwägen, ob sie Ihnen etwas bringen. Handelt es sich um nützliche und produktive Arbeit, bei der Sie etwas lernen, können Sie ruhig auch mal etwas länger bleiben. Geht es aber um Briefmarkenkleben oder Kopieren sollten Sie sich auf Ihre festgelegten Arbeitszeiten berufen und höflich ablehnen.

Es spielt natürlich auch eine Rolle, ob sie von dem Unternehmen übernommen werden wollen und wie wichtig ein gutes Praktikumszeugnis für Sie ist.Fest steht: Überstunden können vorkommen, sollten aber nicht zur Regel werden.

Langeweile

Manche Praktikanten beschweren sich weniger über eine Überforderung als vielmehr über Langeweile während der Arbeitszeit. Es passiert immer wieder, dass in einem Unternehmen nur wenig Arbeit anfällt und Sie mehr oder weniger nutzlos herum sitzen.Wenn Sie nichts zu tun haben sollten Sie Eigeninitiative zeigen und sich Arbeit suchen. Dabei können Sie sich mit dem Betreuer oder Kollegen absprechen oder allgemein Hilfe anbieten.

Holen Sie in der „untätigen“ Zeit Informationen ein über den Betrieb, die Branche, das Organigramm oder Ähnliches.Sie können die Zeit auch nutzen, einen Praktikumsplan zu erstellen oder eine Mappe anzulegen, in der Sie Ihre Erfahrungen und Aufgaben dokumentieren.

Hilfstätigkeiten

Oft bemängeln Praktikanten auch, dass sie hauptsächlich Hilfstätigkeiten erledigen müssen, die sie nicht fordern. Diese sind häufig sehr langweilig, aber Sie sollten bedenken, dass auch diese Tätigkeiten manchmal nützlich sein können. Wenn Sie beispielsweise immer wieder Präsentationen erstellen sollen können Sie sich sicher sein, dass Sie im Anschluss wirklich fit im Umgang mit dem Programm „Powerpoint“ sind. Dauern Ihnen die Hilfstätigkeiten allerdings zu lang oder ist kein Ende abzusehen können Sie ruhig Anregungen für produktivere Tätigkeiten geben. Wichtig ist auch: Wenn die „normalen“ Angestellte die gleichen Aufgaben auch ab und zu übernehmen müssen können Sie sich nicht beschweren.

Kündigung

Manchmal kommt es natürlich auch vor, dass Praktikanten mit ihrer Stelle derart unzufrieden sind, dass sie mit dem Gedanken spielen, zu kündigen. Wenn dies auf Sie irgendwann zutreffen sollte, dann überlegen Sie genau, welche Vor- und welche Nachteile Ihnen das „Aufgeben“ bescheren würde. Wenn Ihnen das Praktikum nichts bringt, es kein Glanzlicht in Ihrem Lebenslauf wäre und Sie wirklich unglücklich mit den Aufgaben, den Kollegen, den Vorgesetzten oder dem allgemeinen Arbeitsklima sind sollten Sie kündigen.Reden Sie aber immer zuerst mit Ihrem Betreuer und dann mit Chef. Vielleicht finden sich ja doch noch irgendwelche Lösungen für die aktuellen Probleme.

Haben Sie sich letztlich dafür entschieden, zu kündigen, so tun Sie dies fristgerecht und achten Sie darauf, Gründe nennen. Wenn Sie es sind, dem/der gekündigt wird müssen Sie gehen, für Praktikanten gilt kein Kündigungsschutz. Fragen Sie aber nach Gründen, vielleicht können ja Sie noch Lösungen vorschlagen oder Sachverhalte erklären.

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