Praktikum bei einem deutschen Generalkonsulat
Wer gerne Länder bereist, sich für neue Kulturen interessiert und gleichzeitig die Arbeit einer deutschen Auslandsvertretung kennenlernen will, der hat die Möglichkeit ein studienbegleitendes Praktikum an einer deutschen Auslandsvertretung zu machen.
Ein Praktikum beim Generalkonsulat im Ausland erfordert viel Überlegung und Planung. Bewerben sollte man sich bereits ca. ein Jahr vor Beginn des Praktikums, da die Praktika sehr beliebt sind und außerdem wenige freie Plätze bei kleineren Auslandvertretungen zur Verfügung stehen. Das Praktikum sollte mindestens sechs Wochen und höchstens sechs Monate dauern. Falls jemand und das gilt besonders für Studenten, die ein Pflichtpraktikum machen, nicht mehr als zwei Monate Zeit hat, so können diese völlig ausreichend sein, um in einen Bereich reinschnuppern zu können.
Bewerben kann man sich ausschließlich über das auf der Webseite eingestellte online-Bewerbungsformular. Bevor man das Praktikum antritt, sollte man sich jedoch über die jeweiligen Sicherheitsfragen vor Ort informieren. Außerdem sollten sich Praktikanten bewerben, die bereits das Grundstudium abgeschlossen haben. Da es keine Beschränkungen auf bestimmte Fachrichtungen gibt, können sich alle Studierende bewerben. Für gewöhnlich finden sich unter den Studierenden überwiegend Rechtswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Politikwissenschaftler oder auch Geschichtswissenschaftler. In der Regel bekommt man auch ein Büro mit einem eigenen Computer – Arbeitsplatz im Dienstgebäude.
Die Generalkonsulate haben einzelne Referate/Bereiche, in die man als Praktikantin oder Praktikant Einblicke gewinnen kann. Beispiel St. Petersburg: Das Generalkonsulat hat neben der Verwaltung und dem Sprachendienst noch das Wirtschaftsreferat, das Rechts- und Konsularreferat sowie das Kultur- und Pressereferat. Je nach Wunsch/Qualifikation kann man sich einen Bereich aussuchen. An Ort und Stelle wird aber die Gelegenheit gegeben sich alle Referate anzuschauen.
Bewerben kann man sich für max. neun Auslandsvertretungen. Die jeweilige Auslandsvertretung kann in eigener Zuständigkeit entscheiden. Berücksichtigt werden bisherige Studienleistungen, Abiturnote, praktische und beruflich Praxis, Sprachkenntnisse u.a.
Gute Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes sind unverzichtbar, da man viel telefonieren, übersetzen oder im Internet recherchieren muss. Englische Sprachkenntnisse werden ebenfalls vorausgesetzt. Nach Beendigung des Praktikums wird selbstverständlich ein Praktikumszeugnis ausgestellt.
Das Praktikum wird nicht vergütet. Vor der Bewerbung muss sichergestellt sein, dass man über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Kosten für die Anreise, Wohn-, und Lebensgestaltung u.a. zu tragen. Ein Auslandpraktikum, besonders in Großstädten kann sich als kostspielig erweisen. Man kann sich auch um ein Stipendium oder Fahrkostenerstattung kümmern. Informationen dazu gibt es beim DAAD oder AAA. Denn Bafög fällt für die Zeit des Auslandpraktikums aus.
Wer solch ein Praktikum in Betracht zieht, kann leicht Informationen über die Homepage des Auswärtigen Amtes erfragen: www.auswaertiges-amt.de


