Meine erste Woche bei Stellenboersen.de
Julia, 16 Jahre, hat ein zweiwöchiges Schulpraktikum beim Uni- und Karriereportal Stellenboersen.de absolviert und berichtet von ihren Erfahrungen:
Angefangen hat alles mit einem ziellosen Klicken durchs Internet.
Auf meiner neuen Schule GSG-Göttingen stand in der 11.Klasse ein Praktikum auf dem Lehrplan, wie schon in der 9.Klasse hatte am Anfang keiner Lust darauf aus seiner gewohnten Umgebung zu verschwinden. Und das heißt schon was, wenn Jugendliche auf einmal doch lieber zur Schule gehen wollen. Es begann die all zu bekannte Sucherei: Lehrer, Zahnarzt, Journalist etc., alles wurde genau begutachtet und den Interessen entsprechend ausgesucht. Dann blieb jedoch immer das Problem – ob man dort auch einen Platz bekommt. Ich startete meine Suche mit dem Gedanken: „ Ich will was tun.“
Ich fing an verschiedene Architekturbüros anzurufen. Wie ich darauf kam, dass frag ich mich noch heute. Schließlich landete ich bei Google und tippte einfach mal ins Suchfeld: Praktikum in Göttingen ein. Und fing an mich durch zu klicken, letztendlich kam ich auf Studserv.de, wo ich die Anzeige sah Praktikant/in im Bereich Marketing/ PR gesucht. Darauf folgten E-Mail-Kontakt, Bewerbungsunterlagen und schließlich ein Vorstellungsgespräch. Und jetzt sitz ich hier und schreibe meinen Wochenbericht. Kaum zu glauben, dass schon eine Woche rum ist. Angefangen hat meine Woche um 8:50, wobei das nur bedeutet, dass ich zu früh dran war, denn eigentlich beginnt der Tag für alle um 9 Uhr, mit einem einfachen, aber lieben „Hallo“ von einer Frau, die ich überhaupt nicht kannte. Minu, hieß die junge Dame, was mir dann schließlich offenbart wurde, nach dem ich erklärt hatte, dass ich die neue Praktikantin bin. Nichts Neues was mir jetzt bewusst wird, denn Praktikanten und Freiwillige- Mitarbeiter sind hier gern zu Gast. Aber zurück zu meinem allerersten Tag. Minu erklärte mir, dass es einen Zentralcomputer gibt. Der muss immer an sein, damit alle Anderen, die hier arbeiten auf ihre Dateien zugreifen, speichern, wieder löschen oder einfach hochladen können. So weit so gut, bis dahin kam ich noch mit. Also ganz einfach morgens rein kommen, Hauptcomputer anschalten und abends, vorm Gehen ausschalten. Logisch!
Dann kam der Chef, Andreas. Er setzte sich mit mir hin und erklärte mir erst mal, die wichtigsten Sachen (Hauptseite, Hauptfaktoren des Marketing („Die 4 P‘s“)), währenddessen kam noch eine junge Frau dazu, namens Karina. Sie durfte mir, dann ihr Projekt „spanisch-lernen-…..“ vorstellen, was sie zusammen mit Anna, die ich später auch kennen lernte, erarbeitete. An dem ich die Woche, dann auch beteiligt war, denn ich habe die Head-Dateien mit vervollständigt. Head-Dateien sind Dateien, wo angegeben wird, wie der Titel der Seite lauten soll, eine kleine Beschreibung, worum es auf der Seite geht und einige Schlüsselwörter, die bei Google auf die Seite verweisen. Aber kommen wir zu meiner Woche zurück: Ich scheiterte anfangs bei den einfachsten Sachen, was mir zunächst sehr peinlich war z.B. fragte ich, was ein Browser ist.Natürlich muss man sowas wissen, wenn man den ganzen Tag mit Computer zu tun hat. Ein Browser ist ein Computerprogramm mit dem man z.B. Internetseiten betrachten kann , wie Mozilla Firefox oder Internet Explorer, was mir Andreas erklärte, benutze ich jeden Tag müsste ich drauf kommen. Schließlich spazierte Daniela, eine frühere Schulkameradin von mir, herein, was mich natürlich gleich beruhigt hat. Und Anika, die aber leider seit Donnerstag nach Finnland zu ihrem Freund weg ist. Später kam noch Sabrina dazu und das Team war vorübergehend vollzählig. Ich kriegte einen Computer und durfte, um mir einen Überblick zu verschaffen, alle Websites, die das Team und andere Mitarbeiter schon erarbeitet haben, sortieren.
Zwischen durch habe ich mit Sabrina eine E-Mail-Anfrage beantwortet, mehr über die verschiedenen Seiten erfahren, Pressemittelungen korrigiert, neue gesucht und sie hochgeladen. Während meiner Woche hier durfte ich die verschiedensten Sachen machen, sogar bei einem Bewerbungsgespräch war ich dabei. Ich weiß noch, wie nervös ich bei meinem eigenen Vorstellungsgespräch war. Am meisten Spaß machte mir das Schreiben. Ich habe zu den verschiedenen Regionen in Neuseeland, die auf der Sprachkurse-Neuseeland-Seite gefehlt haben, Texte geschrieben und hochgeladen. Wofür ich Html-Kenntnisse, die ich glücklicherweise im Informatik Unterricht erworben habe, besitzen musste. Insgesamt hab ich 15 Texte in ca. 12 Stunden geschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein bisschen Tippen so lange dauern kann. Aber ich war sehr stolz auf mich und hab mir Mühe gegeben. Was mir weniger Spaß gemacht hat, war das durchgucken der Pressemittelungen nach Fehlern. Mehr als 200 Stück und lesen, lesen und lesen. Man macht stundenlang dasselbe und starrt die ganze Zeit auf diesen Monitor. Ach, zum Stichwort Monitor: Jeden Tag an dem ich nach Hause kam, hab ich die eckigen Kasten in meiner Wohnung gemieden. Das ist doch mal ein gutes Rezept für Leute, die zu viel vorm PC oder Fernseher sitzen, denke ich heute.
Aber zurück zu dem was ich mag oder nicht mag. Noch gefällt mir das Team. Am meisten Daniela da sie in meinem Alter ist und wir uns vorher schon kannten. Donnerstag und Freitag geht sie aber zur Schule. Schade finde ich, denn sie hat den Abschied von Anna am Freitag verpasst. Anna ist umgezogen. Freitag bekam sie zwei Torten und ein Buch, was sie sicherlich für ihr weiteres Leben gebrauchen kann. Leider, finde ich, denn jetzt sind wir nur noch vier Mädels und Andreas. Aber es kommen bestimmt bald weitere Mitarbeiter/innen dazu. Ich bin dann glaub ich nicht mehr da. Schade, denn zur Schule möchte ich jetzt nicht mehr.
Von Julia Erdel


