Frauen auf Führungskurs
In der Commerzbank arbeiten zwar mehr Frauen als Männer, allerdings besetzten nur 3,7% von ihnen Führungspositionen. Worauf das zurückzuführen ist und wieso die Commerzbank in der Zukunft bestrebt ist dies zu ändern, erfuhren die Messeteilnehmerinnen auf der Women in leadership-Messe in Frankfurt. Am 14. März 2008 veranstaltete das QS-Career-Forum in den Räumlichkeiten des Hilton-Hotels Seminare und Vorträge zum Thema „Frauen in Führungspositionen“. Teilnehmer sind Studentinnen sowie Absolventinnen der IT-, Finanz- und Wirtschaftsbranche. Neben anderen großen Unternehmen wie Ernst&Young oder KPMG stellte auch die Vertreter der Commerzbank die Karrieremöglichkeiten ihres Konzerns vor. Das perfekte Beispiel für eine ideale Berufslaufbahn gab die Rednerin Petra Eberlein-Kemper selbst ab.
„Frauen bewähren sich in Führungspositionen einfach besser,“ lautet das Urteil der Fachbereichsleiterin im Private Banking. Ihrer Meinung nach sind Männer eher Einzelkämpfer, während Frauen im Netzwerk mit anderen kooperieren. Zudem ist die Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen viel einfacher, da keine männlichen Rivalitäten und Machtkämpfe zu bestreiten sind. Leider ist es Tatsache, dass sehr wenige Frauen tatsächlich Führungspositionen einnehmen. „Das hat zur Folge, dass auch nur wenige von ihnen in die oberen Positionen nachrutschen,“ erklärt die Diplom-Volkswirtin. Sie hat selbst die Erfahrung gemacht, dass es sich bewährt, einen weiblichen Vorgesetzten an seiner Seite zu haben, der einen unterstützt.
Wenn es um Beförderungen geht, dann sind Männer sehr viel penetranter und sagen den Vorgesetzten welche Stellen sie wollen. Frauen müssen deshalb mutig und zäh sein und beweisen, dass sie Eigeninitiative ergreifen können. Die Commerzbank arbeitet schon seit gut 20 Jahren mit diversen Programmen daran, Frauen besser in die Arbeitswelt zu integrieren. So wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Kinderbetreuung sowie Vaterschaftsurlaub erleichtert. Daneben existiert neuerdings das Frauennetzwerk Courage. Diese Initiative organisiert Vorträge und Diskussionsrunden, in denen Frauen Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Die ehemalige Münchnerin findet, dass die Messe eine sehr gute Gelegenheit ist, das Frauennetzwerk zu fördern und gerade die jungen Hochschulabsolventinnen anzusprechen.

Ein junges Nachwuchstalent berät die Messeteilnehmerinnen am Stand der Commerzbank in Frankfurt. Isabell Uloth schreibt gerade ihre Diplomarbeit. Die 24-Jährige hat bereits ein Praktikum bei der Commerzbank absolviert und arbeitet noch immer mehrmals die Woche in der Bank, um nach dem Studium komplett einzusteigen. Ihr Bereich ist die Nachwuchsrekrutierung an Hochschulen sowie Personalwesen allgemein im Rahmen von Traineeprogrammen. „Die Commerzbank ist ein junges, dynamisches Unternehmen, welches einem individuelle Entfaltungsmöglichkeiten bietet,“ findet die engagierte Englisch- und BWL-Studentin aus Mannheim, der die Arbeit sehr viel Spaß macht.
Petra Eberlein-Kemper arbeitet seit 18 Jahren bei der Commerzbank und hat nie länger als drei Jahre die gleiche Position behalten. „Ich habe immer eigene Vorstellungen gehabt und versucht diese umzusetzten,“ erzählt uns die mehrfache Fachbereichsleiterin mit einem verschmitzten Lächeln. Für die Zukunft plant Sie den Aufstieg in die 1. Führungsebene. An ihrem beruflichen Werdegang wird deutlich, was die Commerzbank verspricht: Eine vielseitige Karriere, Herausforderungen und die Förderung und Weiterbildung einer individuellen Karrierelaufbahn. „Gute, motivierte Frauen können wir immer gebrauchen,“ sagt die offene, selbstbewusste Frau.
Von Anna Bordel


