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Innovatives Lernen und Weiterbilden am Arbeitsplatz mit Simulationen – Vorträge und Praxisbeispiele auf der LEARNTEC 2006

Während der Begriff „Simulation“ von vielen noch ausschließlich mit dem Bereich Luftfahrt verbunden wird, zeigt die LEARNTEC 2006 – 14. Internationaler Kongress und Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie – vom 14. bis 16. Februar 2006 im Kongresszentrum Karlsruhe, dass das Lernen mit Simulationen inzwischen zu einem festen Element in nahezu allen Bildungsbereichen geworden ist und vor allem am Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Unter Simulation versteht man die wirklichkeitsähnliche Darstellung an einem Modell mit dem Ziel, das Vorbereiten, Durchführen und Auswerten von Abläufen und Prozessen ohne teure oder riskante Versuche zu testen. Früher wurden Simulationen am Arbeitsplatz jedoch nur in begrenztem Umfang verwendet, da höhere Rechenleistungen für Simulationen notwendig und die dazugehörige Technik sehr kostenintensiv waren. „Darum stellen sich die meisten unter Simulation immer noch große, hoch-interaktive, kostspielige Flugsimulatoren vor. Dabei können Simulationsmodelle heute preisgünstig entwickelt und vor allem passgenau für Qualifizierungen eingesetzt werden. Die Kosten für den Aufbau von Kompetenzen werden so minimiert“, meint Jürgen Guttmann von der Firma medialearn, Chemnitz, zum Hintergrund der von ihm konzipierten Kongress-Sektion „Lernen am Arbeitsplatz mit Simulationen“.

Trotz der technischen Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet ergaben Studien, dass bis 2002/2003 nur wenige visuell ansprechende computer­basierte Unternehmenssimulationen für die berufliche Aus- oder Weiter­bildung angeboten wurden. Erst durch den Erfolg von Simulations-Spielen wie z. B. „Sim City“ wurde bewusst, dass auch bei der Simulation am Arbeitsplatz auf leicht zu bedienende Anwendungen und eine transparente, gut gestaltete Aufmachung zu achten ist. Diese Entwicklung zeigt die LEARNTEC in der Kongress-Sektion am Nachmittag des 16. Februar 2006 sowie im Themenforum „Simulation“ am Vormittag des gleichen Tages innerhalb der Fachmesse.

So präsentiert beispielsweise die Firma Korion auf dem Kongress ihre Simulationslösung „learn2work“, die auf das spielerische Begreifen betriebs­wirtschaftlicher Konzepte zielt und bereits in mehreren mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommt. Geschäftsführer Oliver Korn erklärt dazu: „Für kleine und mittlere Unternehmen sind nur solche Angebote interessant, die bei geringem Aufwand und damit geringen Kosten ihre besonderen Arbeits- und Anforderungsszenarien abbilden können.“ So lässt sich etwa das Grundlayout von learn2work – die Werkhalle eines Metall verarbeitenden Betriebs – in einen Büroraum mit Kundenempfang umbauen. Mit ver­schiedenen Editoren können Geschäftsziele, Wirtschaftsszenarien etc. individuell festgelegt werden.

Weitere Highlights des Kongressprogramms sind u. a. der Vortrag „Führungskraft im Simulator“, in dem Christiane Grabow von cg trainings eine Change Management-Simulation für Führungskräfte vorstellt sowie der Vortrag von Uwe Schmidt von Atlas Elektronik, Wissensmanager des Jahres 2004.

Auf dem Themenforum „Simulation“ der Fachmesse können sich bereits am Vormittag die Messebesucher der LEARNTEC bei den Ausstellern darüber informieren, wie sich die Business-Simulationen am besten in die Praxis umsetzen lassen.

(Quelle: Learntec, Januar 2006)