Schüler & Lehrer auf der IdeenExpo
Die Ideen Expo 2007 spricht die Schüler direkt an und stellt viele neue Experimente im Bereich der Physik, Chemie, Biologie und Technologie dar.
Die Schülergruppen waren größtenteils sehr begeistert von der Idee, ihnen die teilweise schwierigen Prozesse der Chemie oder Physik so anschaulich und einfach darzustellen. Die Jugendlichen interessierten sich sehr für die neuen Techniken und Experimente und legten teilweise einen langen Weg zurück, um auf der Expo Neues lernen zu können. Gerade bei den jüngeren Klassen (siebte oder achte) fanden Spaßexperimente wie der „Haarsträuber“, das „Maisrätselquiz“ und die „Musikbox“, bei der die Kinder selbst einmal Musik mixen durften, großen Anklang. Das haarsträubende Experiment des Instituts für Hochspannungstechnik und elektrische Energieanlagen Braunschweig rief solch große Begeisterung hervor, dass sich über mehrere Stunden eine Schlange bildete, da alle Schüler einmal die Elektrizität bis in die Haarspitzen spüren wollten. Der Freiwillige wird über eine Elektrode auf 100.000 Volt geladen, bis wirklich alle Haare zu Berge stehen und nach gezielter Entladung wird ein Beweisfoto mit Urkunde ausgehändigt.
Die etwas älteren Schüler der Gymnasien interessierten sich schon mehr für die speziellen Chemie -, Biologie - oder Physik experimente. Zumeist waren die Klassen mit ihren Lehrern der Leistungskurse in den jeweiligen Fächern angereist und auf diesen Gebieten schon etwas bewandert. So interessierten beispielsweise die Wellenkraft, erneuerbare Energien und Klimawandel, die chemischen Experimente in denen gezeigt wurde, wie man mit Stickstoff kocht oder eine desinfizierende Creme herstellt. Die Superleitungstechnologie, Strömungsberechnungen und die spannenden Experimente im Dunkelraum sowie die Testfahrt von VW zur Sicherheit neuer Modelle riefen ebenfalls große Begeisterung hervor.
Besonders interessant für die Realschüler waren hingegen eher die Kurse und Hinweise für ein Bewerbungstraining und die Vorstellungen verschiedener Berufsschulen und Spezialisierungsmöglichkeiten. Auch für die Lehrer der Klassen gab es einige Möglichkeiten etwas dazu zu lernen. Die Meisten interessierten sich natürlich besonders für Themen ihrer Fachgebiete. Allgemeinen Zuspruch fanden jedoch die Entwicklungen in dem Gebiet der erneuerbaren Energien wie Windenergie, Wasserstoffmotoren und Erdgasförderung. Wobei auch eindeutig betont werden muss, dass die automatische Tafelputzanlage bei den Lehrern große Begeisterung hervorrief.
Viele der Lehrer hatten auch selbst einen Stand mit ihren Schülern zu betreuen. So gab es beispielsweise ein, von einer 10. Klasse aus dem Gymnasium Lüchow in einer Jugend forscht AG entworfenes Modell, das „Fingerauge“. Es überträgt optische, von einer Kamera aufgenommene und später auf ein durch neun kleine Nadeln darstellbares Signal reduzierte Muster, die man gut mit einer Fingerkuppe ertasten kann.
So kann behauptet werden, dass alle Schüler und Lehrer auf Ihre Kosten gekommen sind und in allen Bereichen etwas geboten wurde,wobei auch bemerkt werden muss, dass das große Gedränge einigen doch Schwierigkeiten bereitete. Wer sich nicht für Chemie, Biologie, Physik oder Technik interessiert, kann es etwas schwerer haben, aber auch für diesen Fall ist mit vielen Veranstaltungen und Events auf der großen Bühne Vorsorge getroffen.
Almut Jenß


