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Die Hannover Messe 2011 - „Smart Efficiency“ als Leitgedanke für Innovationen

In diesem Jahr stand die Hannover Messe, die Fachmesse für Ingenieurbranche und die Industrie, unter dem Thema „Smart Efficiency“. Vom 4.4. bis zum 8.4.2011 war die Messe der Branchentreffpunkt und Magnet für Technologieinteressierte. In diesem Jahr waren in den Messehallen Aussteller aus 65 Ländern zugegen.

Die Hannover Messe 2011 - „Smart Efficiency“ als Leitgedanke für Innovationen

Der Hannover Messe gelingt es auf einzigartige Weise, allen Sektoren der industriellen Wertschöpfung in ihren Hallen eine Plattform zu bieten. Die Fachmesse gliedert sich zu diesem Zweck in 13 Leitmessen, welche die verschiedenen Industriebranchen umfassend widerspiegeln. Zu diesen zählen MDA (Motion, Drive & Automation), Energy, Power Plant Technology, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply CoilTechnica, Surface Technology, MicroNanoTec und Research & Technology.

Offizielles Partnerland der Hannover Messe war in diesem Jahr Frankreich. Die Industrienation legte den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Entwicklung und präsentierte Innovationen in den Bereichen Energie, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz. Gleich auf mehreren Leitmessen waren Stände des Gastlandes zu finden.

Der Besuch der Messe lohnte sich für Technikinteressierte jeden Alters. Schüler in Abschlussklassen sowie Erstsemester fielen in die Zielgruppe der TectoYou, welche in drei Pavillons mit Informationsangeboten, Mitmach-Ständen, Spiel, Spaß und Bewegung junge Menschen dazu motivieren wollte, einen technischen Beruf zu ergreifen.

Ebenso interessant für Schulabsolventen und Studierende war die Leitmesse „Research & Technology“ in Halle 2. Dort waren zahlreiche Universitäten aus dem gesamten Bundesgebiet vertreten, die nicht nur Fragen zu ihrem Studienangebot beantworteten, sondern auch innovative Entwicklungen aus ihren Hochschulinstituten vorstellten. Die Hochschulen hatten sich zumeist zusammen mit führenden Industrieunternehmen ihres Bundeslandes in Gemeinschaftsständen organisiert. Die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft spielte unter anderem am Stand der Technischen Universität Dresden eine wichtige Rolle. Dort stand das Thema „Leichtbau“ im Zentrum. Die TU Wildau, die am „Forschungsmarkt Berlin-Brandenburg“ angesiedelt war, stellte ein Modell des AuRoWa-Roboters vor, der in den Waldgebieten nach Blindgängern sucht und diese in einer Karte einzeichnet.

Ein studentisches Team der Universität Magdeburg präsentierte einen selbst konstruierten einsitzigen Rennwagen, mit welchem die Studenten am „Formula Student“-Wettbewerb teilnehmen. Am Stand der Hessischen Hochschulen konnten Besucher den besonders leichten und ungefährlichen BioRob-Roboterarm bestaunen, der PET-Flaschen in einen Getränkekasten sortierte. Bei der Universität des Saarlandes ging es unter anderem um menschlichen und tierischen Knochen nachempfundene Metallschäume für den Leichtbau. Die Universität Duisburg-Essen präsentierte das Konzept der „Innovationsfabrik“. Dabei entwickeln Industrie-Designer zusammen mit Professoren und Studierenden Ideen für Produkte und Services und arbeiten diese gemeinsam bis zur Entstellung eines Prototypen aus.

Für Hochschulabsolventen und Professionals auf Jobsuche war vor allem der Job & Career Market interessant. Der Karrieremarkt nahm in Halle 7 2.500m² ein, die mit rotem Teppich ausgelegt waren. Ebenso rot waren die JobWalls und JobBoards, an denen Unternehmen Stellenangebote veröffentlichten. Auf dem Job & Career Market standen dem Messepublikum Personalverantwortliche renommierter Unternehmen zu Karrieregesprächen zur Verfügung und informierten über freie Stellen. Manche Messebesucher hatten sich gezielt auf den Job & Career Market vorbereitet. Mit Anzug und Krawatte bekleidet ergriffen sie die Gelegenheit, um Bewerbungen einzureichen und sich persönlich bei den Unternehmen ihrer Wahl vorzustellen. Wer bezüglich seines Auftretens und seiner Bewerbungsunterlagen noch Unsicherheiten ausräumen wollte, konnte am CareerCheck der F.A.Z. dreißigminütige Termine mit Personalexperten vereinbaren und sich so optimal auf die Firmengespräche vorbereiten.

Personaldienstleister wie Hays, DIS AG und AutoVision nutzten den Messebetrieb, um geeignete Ingenieure für die Projekte ihrer Kunden zu finden. Ebenfalls auf der Suche nach Ingenieuren waren unter anderem die P3 Ingenieurgesellschaft, PHOENIX CONTACT, Yacht Teccon, Brunel, HOCHTIEF Solutions, die euro engineering AG, HANSA-FLEX, FOCKE & CO und die HARTING Technologiegruppe. Auch Unternehmen aus dem Bereich der alternativen Energiegewinnung, wie SolarWorld und die AREVA Wind GmbH, hielten Ausschau nach geeigneten Bewerbern. Im Bereich der Forschung suchten die Fraunhofer Gesellschaft und das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) auf dem Job & Career Market nach Verstärkung.

Viele Firmen stellten spezielle Berufseinsteiger- und Traineeprogramme vor, welche Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung den Einsteig in die Berufstätigkeit erleichtern sollen, darunter Unternehmen wie Bosch, Brose und SEW Eurodrive. Auch für Studenten war der Job & Career Market ein attraktiver Anlaufpunkt, um erste Kontakte für die spätere Karriere zu knüpfen. Im persönlichen Gespräch mit den Firmen konnten sie sich unter anderem nach freien Stellen für Praktika und Abschlussarbeiten erkundigen. Einige Unternehmen informierten auch gezielt über spezielle Studienangebote. Die Salzgitter Flachstahl GmbH bietet angehenden Studenten beispielsweise ein Dualstudium im Praxisverbund (STUPRAX) an. Weiterbildungsinstitutionen wie die NORDAKADEMIE und die Wilhelm Büchner Hochschule informierten auf dem Job & Career Market unter anderem darüber, wie sich Job und Studium miteinander verbinden lassen.

Das Branchentreffen auf der Hannover Messe war auch in diesem Jahr wieder ein spannender Termin für Unternehmen, Professionals, Berufseinsteiger, Studenten und Schüler und für den ein oder anderen vielleicht sogar der Startschuss für eine Karriere im Ingenieurwesen.

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