Hannover Messe: Ingenieure für das Projekt "Serving Around the World" gesucht
Das Auswärtige Amt Deutschland hat in Kooperation mit dem „Zentrum für internationale Friedenseinsätze“ (ZIF) und den Vereinten Nationen das Projekt „Serving Around the World“ ins Leben gerufen. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine friedliche und stabile internationale Ordnung aufrecht zu erhalten, was durch die Unterstützung internationaler Organisationen gewährleistet werden soll.
In Deutschland arbeiten zurzeit mehr als 5.600 Menschen in internationalen Organisationen mit, die vom Auswärtigen Amt koordiniert werden. Auf der Hannover Messe 2011 informiert das Auswärtige Amt zusammen mit der ZIF und der UN über Einsatzmöglichkeiten, die deutsche Techniker, Ingenieure Architekten und Logistiker im Ausland wahrnehmen können, um einen Beitrag zur Friedenssicherung zu leisten. Wie eine Mitarbeiterin auf der Hannover Messe betonte, werden für das Projekt „Serving Around the World“ abenteuerlustige und motivierte Arbeitskräfte gesucht, die ihren Mehrwert in ein interkulturelles Team einbringen. Projektmitarbeiter werden von den Vereinigten Nationen eingestellt und erhalten in der Regel einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag. Anschlussverträge können geschlossen werden, wenn ein Mitarbeiter die Mission der Friedenssicherung länger unterstützen möchte.
Die Einsatzbereiche, die ein solcher Auslandseinsatz mit sich bringt, sind vielfältig: Mitarbeiter treiben zum Beispiel den Demokratisierungsprozess der „Organisation for Security and Co-operation in Europe“ (OSCE) in Bosnien voran oder überwachen die Wahlen in Ruanda. Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze bereitet Bewerber gezielt auf Einsätze dieser Art vor und vermittelt in einem praxisnahen Grund- und Spezialisierungskurs notwendige Kenntnisse. Trainingskurse werden zum Beispiel in den Bereichen „First Aid in the Field“, „Core Course Peace Operations“ oder „Monitoring and Reporting“ angeboten.
Die Arbeit für die United Nations Field Mission verlangt viele Opfer von ihren Mitarbeitern, doch auf der anderen Seite ist es wohl in keinem anderen Arbeitsfeld möglich, Menschen auf diese direkte Art und Weise zu unterstützen und den Frieden zu stärken. Man sollte sich dennoch keine Illusionen von den herrschenden Arbeitsbedingungen machen: Die Infrastruktur lässt in vielen Einsatzgebieten zu wünschen übrig, Elektrizität und sauberes Wasser sind Mangelware.
Wer sich dennoch entschließt, bei United Nation Field Mission mitzuarbeiten, sollte mindestens zwei bis fünfzehn Jahre Erfahrung in den Berufsfeldern Ingenieurwesen, Logistik, Finanzen oder IT verwandten Bereichen nachweisen können.
Je nach Berufszweig erwarten den Bewerber unterschiedliche Arbeitsbereiche: Ein Ingenieur wird beispielsweise mit Aufgaben im Bereich Architektur, Facility Management, Generatorentechnik, Heizung und Aufbereitung oder sanitären Einrichtungen betraut.
Das Arbeitsfeld Logistik sieht hingegen Aufgaben in den Bereichen Kontrolle von Gütertransporten, Regelung von Besitzverhältnissen, Notfall Ausrüstung oder Lager Management vor.
Der Messeauftritt der drei Institutionen auf der Hannover Messe verfolgte das Ziel, speziell Ingenieure und andere Arbeitskräfte mit einer technischen Fachrichtung anzusprechen, da sich in der Regel eher Menschen mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund von der Projektbeschreibung für „Serving Around the World“ angesprochen fühlen.
Informationen über neue Einsatzmöglichkeiten sind auf der Website http://careers.un.org abrufbar.


