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Lehrer im Ausland - Die ZfA sucht Bundesprogrammlehrkräfte auf der Expolingua 2011

Jedes Jahr ist die Zentrale für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamts auf vielen Messen und Kongressen zugegen. Auf der Expolingua 2011 in Berlin wollte die ZfA vor allem Lehramtsstudenten und Referendare ansprechen, um den Nachwuchs an Bundesprogrammlehrkräften (BPLK) zu sichern.

Lehrer im Ausland - Die ZfA sucht Bundesprogrammlehrkräfte auf der Expolingua 2011

Die Zentrale für das Auslandsschulwesen (ZfA) kümmert sich um die 140 deutschen Schulen auf mehreren Kontinenten der Erde. An den Schulen arbeiten weltweit etwa 2000 Lehrkräfte, die von dieser Einrichtung unterstützt werden. Die Zentrale für das Auslandsschulwesen hilft den meist privat geleiteten Schulen in Dingen rund um Organisation, Pädagogik und Finanzen. Auf der Expolingua 2011 in Berlin hatten vor allem Lehrkräfte die Chance, sich über die Arbeit im Ausland zu informieren und mehr über die Unterstützung durch die Zentrale zu erfahren.

Wie werde ich richtig auf den Schulalltag vorbereitet? Welche Abschlüsse existieren in welchem Land? Auch finanzielle Fragen spielen bei der Entscheidung, für einige Zeit im Ausland als Lehrer zu arbeiten, eine Rolle. Die Zentrale für das Auslandsschulwesen hat sich auf die Vorbereitung, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften spezialisiert und kennen sich auch mit dem Thema Deutsch als Fremdsprache aus. Mit dem Programm fördert die Zentrale die deutsche Kultur- und Bildungspolitik: Jugendliche sowie die Lehrkräfte sollen ein neues Land sowie dessen Sprache und Kultur nicht nur oberflächlich kennen lernen und dabei trotzdem die deutsche Sprache beibehalten. Deutsche Schüler werden im Ausland versorgt und ihre Muttersprache gezielt gefördert. Seit dem Jahr 2003 steht auch das Qualitätsmanagement auf der Liste der Aufgaben der Zentrale für das Auslandsschulwesen. Sie analysiert Stärken und Schwächen der einzelnen Schulen und setzt sich durch neue Strukturen und Instrumente für eine erfolgreiche Bildung ein.

Derzeit sucht die ZfA wieder viele Bundesprogrammlehrkräfte (BPLK), die in der Sekundarstufe II an deutschen Schulen im Ausland unterrichten. Besonders gefragt sind Lehramtsstudenten und Referendare, die Deutsch und eine weitere moderne Fremdsprache studieren oder studiert haben. Das ZfA ermöglicht es dieser Zielgruppe, sofort im Anschluss an das zweite Staatsexamen als Lehrkraft ins Ausland zu gehen.

Zu den geographischen Regionen, in denen derzeit die meisten deutschen Lehrkräfte benötigt werden, zählen Mittel- und Südamerika, der persische Golf und die Region Südostasien.

Für die Beschäftigung als BPLK im Ausland sprechen gleich mehrere Gründe. Zum einen wird die Dienstzeit im Ausland auf die Dienstzeit an Schulen in der Bundesrepublik aufgerechnet und die rückkehrenden Lehrkräfte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt im deutschen Schuldienst eingestellt. Zum anderen ist die Tätigkeit als BPLK gut bezahlt. Die ZfA vergütet die Lehrtätigkeit im Ausland mit 3.200€ monatlich. Zusätzlich erhalten die Lehrkräfte ein Ortsgehalt von der deutschen Privatschule, bei der sie arbeiten. Die Höhe des Ortsgehalts ist abhängig von der Lage der Schule. So zahlt eine deutsche Schule in Moskau rund 700€ monatlich, eine deutsche Schule in Mexico City hingegen 2.000€.

Eine Bewerbung für eine Stelle als BPLK ist bereits während des Referendariats möglich. Zu den Bewerbungsvoraussetzungen zählt eine Mindestnote im zweiten Staatsexamen von 3,5. Die Kandidaten müssen ihre Eignung außerdem in einem psychologischen Einstellungstest und einem Personalgespräch unter Beweis stellen.

Neben der Tätigkeit als BPLK gibt es noch zwei weitere Programme, mit denen die ZfA Lehrer ins Ausland schickt: Lehrkräfte, die bereits im Schuldienst tätig sind, können als Auslandsdienstlehrkräfte (ADLK) oder Ortslehrkräfte (OL) Deutsch im Ausland unterrichten. Bedarf an Lehrkräften, die sich für die Teilnahme an einem der drei Programme bewerben, besteht immer, wie ein Mitarbeiter der ZfA auf der Expolingua erzählt: „Wir suchen stets nach Lehrkräften, die als Repräsentanten der deutschen auswärtigen Kulturpolitik im Ausland arbeiten möchten!“

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