Eine Schülerfirma stellt sich vor: Die „Putty Gum Company“
Wie arbeiten die verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens zusammen? Und welche Schritte sind nötig, damit sich aus einer guten Idee ein lukratives Produkt entwickelt? Diese Fragen hat der Wirtschaftskurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stuttgart nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch beantwortet. Mit viel Einsatz gründete er eine kleine Schülerfirma, die bunte Knete mit Fruchtgeruch zum Stressabbau herstellt.
Im Rahmen des JUNIOR-Projekts entstand die 21-köpfige Schülerfirma des Wirtschaftskurses. Sie besteht aus allen Abteilungen, die auch in jeder anderen Firma zu finden sind. Zwei Schüler wurden in den Vorstand gewählt, und die vier Abteilungen Technik, Marketing, Finanzen und Verwaltung kooperierten bei der Umsetzung der Geschäftsidee: aromatisierte, farbige Knetmasse, die der Stressbewältigung im Alltag dienen soll.
Die Knete ist in verschiedenen Geruchsrichtungen erhältlich, darunter Rum, Zitrone sowie Vanille, und enthält vorwiegend natürliche Inhaltsstoffe. Die Schüler verkaufen ihre Knete in der Aula ihrer Stuttgarter Schule, sowie über eine eigene Internetseite. Mit der Produktidee, die durch Zufall entstand, wollen die Schüler einen neuen Trend schaffen.
Auf der didacta 2011 in Stuttgart verkaufte die „Putty Gum Company“, so der Name der Schülerfirma, ihre Knete an einem eigenen kleinen Messestand. Die Schüler, die 2012 ihr Abitur ablegen, berichteten dem Messepublikum außerdem über die Erfahrungen und die Erkenntnisse, die sie durch diese praktische Erfahrung gewonnen haben. Das Projekt mit einer einjährigen Laufzeit, erlaubte ihnen, die Strukturen der Wirtschaft besser nachzuvollziehen, so Duncan und David, beide 17 Jahre alt. Der Wirtschaftskurs, der sich aus Schülern der 11. und 12. Klasse zusammensetzt, arbeitete pro Woche für zwei Doppelstunden an ihrem Projekt, Produktions- und Marketingaufgaben nahmen die Schüler vorwiegend in ihrer Freizeit wahr.
Für Duncan und David war die Teilnahme an dem Schulprojekt eine Bereicherung. Sie hatten viel Spaß bei der Arbeit, konnten bereichernde Erfahrungen sammeln und ihre Berufswahl eingrenzen. David möchte entweder Pilot werden oder Wirtschaft studieren, um in den Bereichen Marketing oder Unternehmensberatung zu arbeiten. Duncan plant, entweder Journalismus, Politik oder Wirtschaft zu studieren.
Beide sind sich einig, dass ihnen das Projekt dabei geholfen hat, Wirtschaft aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Auch das soziale Lernen wurde durch die Gründung der Schülerfirma gefördert. Die Schüler lernten unter anderem, mit ihren Mitschülern zusammenzuarbeiten und im Ernstfall auch füreinander einzuspringen.
„Das Projekt im Rahmen des JUNIOR-Programms hat den Unternehmergeist an unsere Schule gebracht“, so die beiden Jugendlichen.


