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Bundessprachenamt: Übersetzer, Dolmetscher und Fremdsprachenlehrer gesucht!

Mit der Absicht, Fremdsprachenlehrer und Referendare für Lehrtätigkeiten im Auftrag der Bundeswehr zu interessieren, war das Bundessprachenamt auf der didacta 2011 in Stuttgart. Die Bundesoberbehörde fungiert in erster Linie als Dienstleister im Sprachenbereich für die Bundeswehr. Dabei werden zwei Aufgabenbereiche unterschieden: die Sprachmittlung und die Lehre von Fremdsprachen.

Bundessprachenamt: Übersetzer, Dolmetscher und Fremdsprachenlehrer gesucht!

Sprachmittlung

Für den Bereich der Sprachmittlung stellt das Bundessprachenamt Übersetzer und Dolmetscher ein. Inhaltlich spielen Themen wie die Beschaffung von Waffen und die Sicherheitspolitik eine wichtige Rolle in den schriftlichen und mündlichen Sprachmittlungsdiensten. Deshalb müssen sich Übersetzer und Dolmetscher in diesen Fachgebieten auskennen. So gilt es beispielsweise, Abrüstungsverträge zu übersetzen in internationalen Operationen zu dolmetschen.

Voraussetzung für eine Sprachmittlertätigkeit ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. In einem fachlichen Auswahlverfahren werden die geeigneten Kandidaten selektiert. Sprachmittler werden als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst beim Bundessprachenamt beschäftigt.

Fremdsprachenunterricht

Im Bereich der Fremdsprachenlehre werden vor allem Englischlehrer gesucht. Die Hauptaufgabe der Fremdsprachenlehrer im Dienst des Bundessprachenamts besteht darin, Soldaten solide Sprachkenntnisse, zugeschnitten auf ihre Aufträge, zu vermitteln. Die Besonderheit im Vergleich zum regulären Schuldienst besteht im fachsprachlichen Anteil der Lehre.

„Im Gegenzug bietet das Bundessprachenamt einen sicheren Arbeitsplatz sowie eine interessante Tätigkeit“, fasste Jens Gröschl, Diplom-Sprachmittler und Referent des Bundessprachenamts, die Vorteile einer Beschäftigung zusammen. Eine Verbeamtung ist für Fremdsprachenlehrer auch beim Bundessprachenamt möglich. Für die Arbeit als Sprachlehrer beim Bundessprachenamt sind keine militärischen Vorkenntnisse nötig. Neben Englisch werden an der Bundesbehörde noch 48 andere Sprachen unterrichtet.

Karriere beim Bundessprachenamt

Jährlich stellt das Bundessprachenamt etwa 7 bis 10 Mitarbeiter ein. Im Jahr 2011 zählt die Bundesoberbehörde 800 bis 900 Beschäftigte. „Für eine Einstellung muss der Kandidat die Bereitschaft für einen Einsatz in Krisengebieten bekunden“, betonte Gröschl. Auch, wenn dies nicht der Regelfall ist, kann es durchaus vorkommen, dass ein Sprachmittler in seiner Karriere in Afghanistan dolmetschen oder vor Ort Texte übersetzen muss. Die Wahrscheinlichkeit für einen derartigen Einsatz hängt jedoch von der Position des Mitarbeiters innerhalb der Behörde ab.

Für den Diplom-Sprachmittler bietet das Bundessprachenamt vielfältige und spannende Tätigkeiten. Gröschl selbst hat „von der Pathologie bis zum Flugzeugcockpit als Dolmetscher alles erlebt“. Interessenten ermutigte er mit dem Verweis darauf, dass die Behörde „eine starke Gemeinschaft“ sei, die vor allem Berufsanfängern die Chance bietet, sich beruflich zu entwickeln.

Der Hauptauftraggeber des Bundessprachenamts ist die Bundeswehr. Dazu kommen vereinzelt Aufträge von anderen Bundes- und Landesressorts. Sprachlehrer geben beispielsweise vereinzelt Sprachunterricht im Umweltministerium. Im Rahmen der Sprachmittlung findet der Einsatz für andere Behörden in einem noch geringeren Ausmaß statt.

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