Die „Stiftung Lesen“ stellt Maßnahmen zur Leseförderung vor
Nicht erst seit den PISA-Ergebnissen ist klar, dass viele Kinder einer systematischen Leseförderung bedürfen, die nicht erst in der Schule anfangen darf. Leselust und Lesefrust können sonst nah beieinander liegen. Die „Stiftung Lesen“, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten deutschlandweit tätig ist, stellt ihre innovativen Ideen zur Leseförderung auf der didacta 2010 in Köln vor.
Die „Stiftung Lesen“ mit ihrem Hauptsitz in Mainz will die Kinder dort abholen, wo sie sind, und betreut den gesamten „Lebenslauf des Lesens“, vom Elternhaus über Kindergarten bis in die Schule. Auch die Medien finden Berücksichtigung in Form von Projekten, die zum Teil mit Projektpartnern wie der Deutschen Bahn oder der Post durchgeführt werden. Auf der didacta in Köln erläuterte Marco Schünemann den Besuchern das Konzept und die Ziele der Stiftung.
Bereits im Elternhaus setzt die Leseförderung ein. In dieser Etappe stehen das Vorlesen und das Erzählen im Vordergrund. Eltern können sich zum Beispiel in Kooperation mit der Deutschen Bahn mit „Vorlesekoffern“ ausstatten lassen oder an den Vorlesebibliotheken in Kindergärten bedienen, um den geeigneten Vorlesestoff zu finden.
In Kindergarten, Hort und KiTa kümmern sich beispielsweise Lesepaten der „Stiftung Lesen“ darum, dass den Kindern spannende Geschichten und somit auch die Lust aufs Lesen näher gebracht wird. Diese Lesepaten sind häufig Studenten, die die Projekte der „Stiftung Lesen“ ehrenamtlich unterstützen.
In der Grundschule können sich Schüler schon aktiv und unter Einbezug der neuen Medien mit dem Lesen beschäftigen. Bei dem Projekt „Clixmix“, welches in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post ins Leben gerufen wurde, handelt es sich um ein Online-Portal, auf dem Tierfiguren Grundschülern bei ihren ersten Schritten im Internet begleiten. Weitere Projekte zur Leseförderung an der Grundschule sind unter anderem „Der Leserabe“, „Ride for Reading“, die „Lesescouts“ oder „Frühstückszeit=Lesezeit“.
An weiterführenden Schulen stellt die „Stiftung Lesen“ im Rahmen von Projekten Zeitschriften und Bücher oder Buchgutscheine bereit. Lehrer können Materialien der „Stiftung Lesen“ verwenden, um über Filmprojekte Leseförderung zu betreiben und die Leselust der Schüler anzuregen.
Das Institut für Lese- und Medienforschung, das Forschungsinstitut der „Stiftung Lesen“, forscht zu Themen der Lesesozialisation, der Lesekompetenz sowie des Lese- und Medienverhaltens und führt zusammen mit Kooperationspartnern Vorlesestudien durch. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt die Stiftung ihre Projekte und verbindet auf diese Weise aktuelle Forschungserkenntnisse mit Maßnahmen der Leseförderung.
Lehrkräfte können kostenlos Mitglieder des Lehrerclubs „Ideenforum Schule“ werden und die Arbeit der der „Stiftung Lesen“ auf diese Weise aktiv unterstützen. Mitglieder erhalten Materialien und Newsletter zum Thema Leseförderung, können an Workshops teilnehmen und fungieren als Ansprechpartner für Schulprojekte der Stiftung.


