Die Philosophische Fakultät der Uni Köln informiert über E-Learning
Auf der Bildungsmesse didacta, die dieses Jahr in Köln ihre Pforten für Besucher öffnete, war die Universität Köln mit gleich mehreren Ständen vertreten. So auch die Philosophische Fakultät der Universität Köln, welche der Öffentlichkeit ihre Konzepte zum virtuellen Lernen präsentierte und damit, zumindest innerhalb der Universität, die Rolle des Vorreiters einnimmt.
E-Learning steht für „electronic learning“, also elektronisch gestütztes Lernen. Anhand von E-Learning soll lehrunterstützendes, selbstständiges Lernen zusätzlich zu den regulären Lehrveranstaltungen gefördert werden, wie Martin Rybarski erzählt. Der Geschichts- und Philosophiestudent unterstützt das E-Learning Projekt der Philosophischen Fakultät als studentische Hilfskraft, indem er beispielsweise Lehrgänge und Schulungen zum Thema anbietet und Vorschläge zur technischen Realisierung unterbreitet. Er sieht im E-Learning den Grundstein für die Zukunft des Lernens. Während man früher von den Öffnungszeiten und den Kapazitäten der örtlichen Bibliotheken abhängig war, können mithilfe der neuen Medien Lehrinhalte und Materialien jederzeit und von jedermann abgerufen und genutzt werden, beispielsweise über Handy oder PC, so Martin.
An der Uni Köln gibt es mittlerweile 1677 virtuelle Kurse, von denen die Philosophische Fakultät 802, also etwa 50%, selbst generiert hat und somit im Vergleich vor den anderen Fakultäten liegt. Im Rahmen des E-Learning-Projekts werden zahlreiche Materialien, wie beispielsweise Folien, digitalisiert und PDFs und Mediadateien für alle Studierenden zugänglich gemacht. Mithilfe der Streamingfunktion des Handys können Videodateien sogar unterwegs abgespielt werden.
Im Rahmen von Foren können sich Studierende und Dozenten austauschen, wodurch die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden verbessert wird. Über die Lernplattform ILIAS, kurz für „Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperations-System“, werden den Studierenden die Lerninhalte zugänglich gemacht.
Zurzeit arbeitet die Projektgruppe an der Konzeption von Onlineklausuren. Dabei werden unterschiedliche Frageformate erprobt, die eventuell in naher Zukunft die klassische Klausur mit Stift und Papier ablösen.


