Die connecticum in Berlin: Chancen für Bewerber und Unternehmen
Als Absolvent und auch als Student hat es in Zeiten der Wirtschaftskrise mancher schwer, die passende Einstiegsposition oder ein spannendes Praktikum zu finden. Es werden nicht selten etliche Bewerbungen geschrieben, und doch kommt es einfach nicht zu einer Einladung zu dem ersehnten Gespräch, vielleicht weil sich der eigene Lebenslauf nicht hundertprozentig mit dem Anforderungsprofil des Wunsch-Arbeitgebers deckt.
Ideal wäre es, Personalverantwortliche persönlich von den eigenen Stärken überzeugen zu können, ohne in der Flut der Bewerbungen unterzugehen. Oder aber man nimmt das Reisen zu vielen Vorstellungsgesprächen auf sich und doch kann man sich trotz genauer Recherche auf den jeweiligen Homepages der Unternehmen nicht sicher sein, ob man zueinander passt und das Unternehmen das bieten kann, was man sucht. Auch hier wäre es von Vorteil, durch ein gegenseitiges Beschnuppern im Vorfeld diese Unsicherheiten auszuschließen und den eigenen Bewerbungsprozess effizienter zu gestalten.
Aus diesen Gründen nutzen Unternehmen wie auch Bewerber die Möglichkeit, sich auf Absolventen- und Recruitingmessen kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Arbeitgeber können sich im Kampf um die vielversprechendsten Kandidaten von ihrer besten Seite präsentieren und Absolventen und Studenten können ein wichtiges Netzwerk aufbauen. Nirgendwo sonst hat man als Bewerber die Möglichkeit, so viele attraktive Unternehmen auf einmal zu treffen und mit Personalern und Verantwortlichen aus den Fachabteilungen ins Gespräch zu kommen.
Ein solches Angebot für Studenten, Absolventen und Young Professionals ist die jährlich in Berlin stattfindende internationale Karriere- und Recruitingmesse connecticum. Schwerpunktmäßig richtet sich das Event an Bewerber aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften. Auch 2009 präsentierten sich 320 renommierte Unternehmen aus Deutschland, Europa und Asien mit Messeständen sowie mit aktuellen Angeboten für Praktika, Abschlussarbeiten, Traineestellen und den Direkteinstieg. Die Unternehmensvertreter gaben einen Überblick zu den Einstiegsmöglichkeiten, Unternehmenskulturen und künftigen Anforderungsprofilen. Bewerber konnten ihren Wunsch-Arbeitgeber entdecken oder schon gezielt ansprechen, das eigene Auftreten testen, Einblicke in die verschiedenen Unternehmen gewinnen sowie konkrete Kontakte für eine spätere Bewerbung knüpfen.
Es wurde auch ein breites Serviceangebot rund um das Messegeschehen geboten. Für kurzfristig angereiste Teilnehmer gab es eine Gepäckaufbewahrung, man konnte sich in der Lounge bei einem Getränk vom Messerummel erholen und vielleicht gleich ein paar Notizen zu den letzten Gesprächen machen. Außerdem brachte ein Bustransfer die Besucher regensicher von der S-Bahn-Station zum Messegelände.
Aber: so verlockend es klingt, viele Unternehmen in kurzer Zeit „abklappern“ zu können, sollte man sich dadurch nicht dazu verleiten lassen, unvorbereitet an einen Messestand heranzutreten. Die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele sowie einige Informationen zu dem jeweiligen Unternehmen sollte man mindestens parat haben. Idealerweise hat man sich schon einen Gesprächseinstieg mit einigen klugen und nicht alltäglichen Fragen überlegt, mit denen man aus der Masse heraus sticht. Da die connecticum eine der größten Bewerbermessen Deutschlands ist, ist sie auch entsprechend gut besucht. Teilweise bilden sich Schlangen vor den Ständen der gefragtesten Unternehmen. Hier empfehlen sich antizyklisches Verhalten, also etwa ein Besuch zur Mittagzeit und eben ein individuelles und überzeugendes Auftreten. Man sollte auch einige Bewerbungsmappen bereithalten, um bei einem vielversprechenden Gespräch gleich nachlegen zu können und so besser im Gedächtnis zu bleiben. Gut vorbereitet kann ein solcher Messebesuch dann zum gewünschten Erfolg führen. Die connecticum 2010 findet vom 27. bis 29. April 2010 in Berlin statt. Und der Eintritt ist, wie in jedem Jahr, frei!


