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Bericht: Stiftung Demokratische Jugend

Jugendliche müssen in der heutigen Zeit über viel Selbstbewusstsein und Willenskraft verfügen, um ihren Weg in die Zukunft erfolgreich bestreiten zu können. „Die Konkurrenz schläft nie!“ sagt man so schön.

Team

Doch der Blick sollte nicht nur auf die Arbeit gerichtet sein, besonders Freizeitaktivitäten und das menschliche Miteinander bestimmen den Spaß am Leben. Auch bei der Verwirklichung eigener Interessen ist häufig Eigeninitiative gefordert. Gut, dass es Institutionen gibt, die junge Menschen in ihren Vorstellungen und Ideen unterstützen und für die nötige Motivation sorgen.

Die Stiftung Demokratische Jugend hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche zu fördern und, wie die Resultate zeigen, stößt sie mit ihrem Konzept auf Resonanz.

Aufgaben und Ziele
Am 20. Juli 1990 wurde die Stiftung Demokratische Jugend als eigenständige Stiftung des öffentlichen Rechts ins Leben gerufen, die sich der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in den neuen Bundesländern widmet. Ihr Engagement äußert sich in Form verschiedener Förderangebote, die in erster Linie Initiativgruppen und lokal tätige, freie Träger der Jugendarbeit ansprechen. Ziel der Stiftung ist es, Projekte zu fördern, die Jugendliche auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleiten, in denen sie eigene Interessen verwirklichen und dabei lernen, das eigene Potential auszuschöpfen.

Projektarbeit

Ein weiteres Anliegen ist, die Jugendlichen zu motivieren, sich sozial zu engagieren und ein Gefühl für gesellschaftliche Mitverantwortung zu entwickeln. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Motto. Seit 1994 zählen auch Informations- und Beratungstätigkeiten für Jugendliche zum Arbeitsfeld der Stiftung. So hat sie zum Beispiel bei der Einrichtung von Jugendinformationsdiensten mitgewirkt und war bei der Entwicklung der Datenbank ProMix beteiligt, die Informationen über Einrichtungen und Projekte der Jugendarbeit enthält.
In den vergangenen Jahren bezog sich die Arbeit der Stiftung schwerpunktartig auf den Aufbau freier Träger der Jugendhilfe, Schuljugendarbeit, Jugendinformation, Demokratie und Toleranz und auf die Abwanderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern. Gemeinsam mit dem Bundesjugendministerium und den Bundesministerien der neuen Bundesländer werden die Programme und Modellvorhaben von der Stiftung initiiert.

Ein aktuelles Projekt
Die Stiftung Demokratische Jugend setzt Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Unter dem Aspekt "Perspektiven für junge Menschen - gemeinsam gegen Abwanderung" werden seit März 2005 besonders die Initiativen gefördert, die das Problem der Abwanderung thematisieren und Jugendlichen zum Beispiel die Möglichkeit eröffnen, die Attraktivität der eigenen Region zu verbessern. Die Thematik Abwanderung soll in das Bewusstsein der Menschen gelangen und verinnerlicht werden, um so zu Eigeninitiativen und Lösungskonzepten anzuregen.
Besonders in den Neuen Bundesländern ist das Thema der Abwanderung sehr präsent - sei es wegen fehlender Freizeit- und Kulturangebote in der Region, wegen der Arbeitsstellenknappheit oder aufgrund einer höheren Bezahlung in einer anderen Stadt. Der Trend, dass junge Menschen mit erfolgreich abgeschlossener Ausbildung die Heimatregion verlassen, um ihre eigene Zukunft besser gestalten zu können, zeichnet sich immer mehr ab.

Projekt zur Freizeitgestaltung

Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wurde von der Stiftung Demokratische Jugend eine Koordinationsstelle eingerichtet, die eine Expertengruppe zum Thema Abwanderung hervorbrachte und sich in Gesprächsrunden und auf Fachtagungen der Erarbeitung von Lösungskonzepten widmet. In ihren Tätigkeiten arbeitet die Koordinierungsstelle mit dem Bundesjugendministerium, den ostdeutschen Jugendministerien und regionalen Partnern zusammen. Zudem erhält sie von einem Beirat von Praktikern der Jugendarbeit Unterstützung.
Um das Projekt bestmöglich zu fördern, ist es ein Ziel der Stiftung Partner zu finden, beispielsweise in Form eines Patenmodells. Hier unterstützen prominente Persönlichkeiten das Programm, indem sie die Patenschaft für ein spezielles Projekt übernehmen. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen natürlich die Jugendlichen, die eine wesentliche Rolle in der Verwirklichung des Programms spielen. Denkansätze sollen gefördert werden, damit junge Menschen sich selbst aktiv an der Verbesserung der Situation beteiligen können.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die zu einem erfolgreichen Ziel führen, angefangen bei der Entwicklung von Ideen zur Förderung der eigenen Region bis zur Unterstützung von Heimat und Menschen durch Eigeninitiativen.

jugend aktiv
Ein Förderprogramm der Stiftung Demokratische Jugend ist „jugend aktiv“. In den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können Jugendgruppen und -initiativen, die in ländlichen Gegenden ansässig sind, im Rahmen dieses Programms eine finanzielle Unterstützung bis zu einer Höhe von 500 Euro erhalten. Bedingung ist, dass das geplante Vorhaben der Verbesserung der Attraktivität des Gebietes beziehungsweise der Förderung anderer Menschen der Region dient.

Vortrag


Die Initiative sollte aus wenigstens fünf jugendlichen Mitarbeitern bestehen und das Projekt sollte mindestens drei Monate dauern. Zudem muss eine Vereinbarung zwischen der Jugendgruppe und dem Bürgermeister vorliegen, die den Inhalt des Vorhabens und einer Zusage zur inhaltlichen Unterstützung wiedergibt. Bei Bewilligung kann das Geld zum Beispiel für Öffentlichkeitsarbeit, Honorare oder Fahrtkosten eingesetzt werden.

Eine Vielzahl in Angriff genommener Projekte konnte bereits erfolgreich umgesetzt werden, so beispielsweise in Großhartau, wo zusammen mit dem Jugendclub Großhartau e.V. der Anstoß zu einem Open-Air-Kinosommer gegeben wurde. „Aktiv gegen Rechts in Riesa“ nennt sich das Projekt, in dem die Stiftung Demokratische Jugend die Jugendinitiative Sprungbrett e.V. Riesa in ihrem Vorhaben unterstützte, Vorträge in Schulklassen zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu organisieren und Ausstellungen zu planen.
Vielleicht sind die beiden vorgestellten Projekte ja ein Anreiz, um auch selbst tätig zu werden.

Von Katharina Mews

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