ENCATC – Ein Erfahrungsbericht
Im Mai dieses Jahres hatten eine Freundin und ich die einmalige Gelegenheit mit nur noch zwei anderen Studenten aus Deutschland zu der Kulturmanagementtagung ENCATC in Bratislava /Slovakei zu fahren, die jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet. Wir lernten über 40 Studenten aus den verschiedensten Kulturmanagement Studiengängen in Europa und sogar den USA kennen.

Es war interessant, die Vorstellungen der anderen über Kultur, Management und Projektplanung zu erfahren. Das Wichtigste ist jedoch, gute Kontakte zu schließen, denn ohne Vertrauen zu den Kontakten in den anderen Ländern kann kein internationales Projekt realisiert werden.
Unser offizielles Programm war nur sehr kurz gesteckt. Wir haben am ersten Tag einen Vortrag über ein internationales Projekt gehört. Dabei haben wir sowohl darüber gesprochen, wie man am besten eines beginnt, als auch über dessen Vor- und Nachteile. Am zweiten Tag nahmen wir an einem Workshop zur Realisierung eines Projektes teil. In vier Gruppen aufgeteilt, bearbeitete jede ein Thema, das sie als Projekt umsetzen sollte. Das Thema meiner Gruppe war „Kulturelle Aktivität an der Universität“. Unsere Aufgabe bestand darin, uns einen Ablauf zu überlegen, die Ziele unseres Projektes zu bestimmen, und vorzuschlagen, wie wir sie konkret erreichen wollen.
Als Zusatzaufgabe sollten wir ein Plakat oder einen Flyer und natürlich ein Logo für unser Projekt entwerfen. Die Ergebnisse waren zum einen die Erkenntnis, dass ein internationales Projekt kompliziert ist, da jeder Wert auf andere Dinge und Details legt, was zu Problemen führen kann. Zum anderen kann aber auch die Sprache Missverständnisse bringen, da die Englischkenntnisse bei jedem unterschiedlich sind.
Außerhalb des offiziellen Teils haben wir die Stadt Bratislava erkundet, eine Donaufahrt gemacht und mit den anderen Studenten viel gefeiert. Es war eine wirklich gute Erfahrung und das Engagement der Organisatoren aus Bratislava - alles Studenten - war sehr lobenswert. Schade war, dass wir mit der eigentlichen Kulturmanagementtagung nichts zu tun hatten. Es wäre sicherlich interessant gewesen, die Dozenten für Kulturmanagment aus ganz Europa kennen zu lernen, aber außer zur Eröffnung und zur Abschiedsfeier gab es nicht die Gelegenheit dazu.
Abschließend ist zu sagen, dass es eine sehr schöne Erfahrung war, es hat Spaß gemacht und ich habe viele neue Leute kennen gelernt. Schätzt euch glücklich, wenn ihr nächstes Jahr zu den vier Auserwählten gehört, die zur Tagung der ENCATC reisen dürfen.
Von Sophie Köberle
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