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Empirische Lücke geschlossen: 25% Klebeeffekt und 20% Integrationseffekt in der Zeitarbeit

Jeder vierte Zeitarbeitnehmer wird, wenn er eine Weile seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat, direkt vom Kundenunternehmen übernommen (Klebeeffekt). Ein weiteres Fünftel kommt aufgrund seiner neuen Erfahrungen in einem anderen Unternehmen unter (Integrationseffekt)“. Dies belegt eine heute veröffentlichte Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Bundesverbandes Zeitarbeit Personaldienstleistungen (BZA).

Im Rahmen des IW-Zeitarbeitindex (BZA) konnten durch eine Befragung von 210 Zeitarbeitunternehmen mit 53.000 Mitarbeitern der so genannte „Klebeeffekt“ und der „Integrationseffekt“ ermittelt werden. Damit bestätigt sich die Vermutung, dass die Zeitarbeit Menschen hilft, sich wieder an die Arbeitswelt zu gewöhnen. Wie groß der Klebe- bzw. der Integrationseffekt sind, war bislang nicht genau bekannt. Die meisten Studien unterschieden überdies nicht zwischen beiden Effekten. Diese empirische Lücke ist nun geschlossen.

Dass die Zeitarbeit eine wichtige Anlaufstelle für Berufsrückkehrer und Arbeitslose ist, hat gute Gründe. Während der Pause gehen viele Fertigkeiten verloren; gleichzeitig zieht die technische und organisatorische Entwicklung am eigenen Kenntnisstand vorbei. Mit der Zeitarbeit können die Betroffenen ihr Können peu a peu auf den aktuellen Stand bringen: Durch die wechselnden Einsätze in verschiedenen Kundenunternehmen kann ein Zeitarbeitnehmer in kurzer Zeit viele und differenzierte berufliche Erfahrungen sammeln.

Zeitarbeit hat eine besondere arbeitsmarktpolitische Funktion: Für Berufseinsteiger und –wiederein-steiger ist sie das Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt. So waren 7,5 Prozent der von Zeitarbeitunternehmen eingestellten Personen zuvor gar nicht beschäftigt, 59 Prozent hatten früher schon einmal eine Stelle, waren zwischenzeitlich aber arbeitslos oder z.B. in Familienpause. Auch für Langzeitarbeitslose bietet Zeitarbeit eine neue Chance. Denn 13 Prozent der Zeitarbeitnehmer waren vor ihrer Tätigkeit ein Jahr oder länger ohne Job.

Kurzbeschreibung BZA Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) ist der seit fast vierzig Jahren führende Arbeitgeber- und Unternehmensverband von kleineren, mittleren und großen (> 30 Niederlassungen) Zeitarbeitunternehmen mit über 2.200 Mitgliedsbetrieben. Er ist sowohl nach der Anzahl der beschäftigten Zeitarbeitnehmer als auch erzieltem Umsatz der größte Arbeitgeberverband der Zeitarbeit. Der vom BZA abgeschlossene Mindestlohntarifvertrag sieht einen Mindestlohn von 7,31 € für 2008 vor. Der Einstiegslohn für Helfer im BZA-Tarifvertrag beträgt 7,38 €.

(Quelle: Bundesverband Zeitarbeit, 23.04.2008)

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