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Ludger Hinsen ab 1. März 2008 neuer BZA-Hauptgeschäftsführer

Ludger Hinsen übernimmt ab dem 1. März 2008 die Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA). Als ehemaliger stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin verfügt Ludger Hinsen über langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Politik und Wirtschaft.

In seiner neuen Funktion sieht Ludger Hinsen eine besondere Herausforderung darin, den BZA noch stärker in die aktuelle politische Diskussion einzubringen. Sein Augenmerk wird zunächst auf der gegenwärtigen Mindestlohndebatte liegen. Der Arbeitgeberverband BZA fordert seit längerem einen Mindestlohn in der Zeitarbeit. „Hier muss sich endlich etwas bewegen. Wir kämpfen für faire Wettbewerbsbedingungen und die Wahrung der sozialen Standards in der Zeitarbeit. Daher werden wir uns weiterhin aktiv für die Aufnahme der Zeitarbeitbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) und die Allgemeinverbindlicherklärung des Mindestlohntarifvertrages von BZA, iGZ und DGB stark machen“, so Hinsen. Weiteres Kernthema ist die Weiterentwicklung der Zeitarbeit als Jobmotor Nr.1 der deutschen Wirtschaft. „Deswegen wehren wir uns gegen Versuche, das Rad zurückzudrehen. Der BZA wird auch in dieser Diskussion seine Position klar vertreten: Eine Re-Regulierung wirft den Jobmotor Zeitarbeit um Jahre zurück. Der Schaden für Arbeitsmarkt und Wirtschaft wäre enorm. Das kann nicht gewollt sein.“ Weiter kündigt Hinsen an, die bereits in Teilen vorgenommene strukturelle Neuausrichtung des BZA auszubauen und zu optimieren. „Der BZA wirkt seit fast vierzig Jahren an allen zeitarbeitsrelevanten Entscheidungen in Politik und Wirtschaft aktiv mit. Diese langjährige Erfahrung macht den BZA zu DEM kompetenten Ansprechpartner. Mit diesem Pfund werden wir wuchern.“

BZA-Präsident Volker Enkerts und Vizepräsidentin Ingrid Hofmann freuen sich, in Ludger Hinsen eine Persönlichkeit für die Hauptgeschäftsführung des BZA gewonnen zu haben, die das Profil des Verbandes weiter schärft. Enkerts wörtlich: „Der BZA setzt mit dieser Berufung auf einen politik- und wirtschaftserfahrenen Experten. Ludger Hinsen wird das gegenseitige Verständnis von Politik, Wirtschaft und Zeitarbeitbranche vertiefen und dem BZA in Berlin und auf europäischer Ebene gewichtiges Gehör verschaffen“.

In Paderborn geboren, war Ludger Hinsen nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Münster und an der Universität of Surrey, Großbritannien, zunächst bei der Kienbaum Unternehmensberatung und dann als Regierungsrat im Deutschen Bundestag tätig. Er wechselte danach als Politikberater in die CDU-Fraktion des nordrhein-westfälischen Landtages und war später Geschäftsbereichsvorstand für Recht und Öffentliche Ordnung in den Städten Bochum und Essen. Seit 2004 ist er Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin. Ludger Hinsen ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Kurzbeschreibung BZA

Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) ist der seit fast vierzig Jahren führende Arbeitgeber- und Unternehmensverband von kleineren, mittleren und großen (> 30 Niederlassungen) Zeitarbeitunternehmen mit über 2.200 Mitgliedsbetrieben. Er ist sowohl nach der Anzahl der beschäftigten Zeitarbeitnehmer als auch erzieltem Umsatz der größte Arbeitgeberverband der Zeitarbeit. Der vom BZA abgeschlossene Mindestlohntarifvertrag sieht einen Mindestlohn von 7,31 € für 2008 vor. Der Einstiegslohn für Helfer im BZA-Tarifvertrag beträgt 7,38 €.

(Quelle: Bundesverband Zeitarbeit, 28.02.2008)

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