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Werksstudenten: Talentschmiede für Unternehmen

Deutsche Unternehmen klagen häufig über einen Mangel an qualifiziertem Nachwuchs. Trotz der Finanzkrise gilt der Einstellungsstopp nämlich nicht für junge Hochschulabsolventen mit hohen Fachkenntnissen und viel Talent. Der Kampf um diese Fachkräfte wird von Unternehmen erbittert geführt. Ein Mittel solche Jungtalente zu finden und zu binden, ist der Einsatz als Werksstudent.

Werksstudenten: Talentschmiede für Unternehmen

Das Finden von Nachwuchskräften ist heute eine der Hauptaufgaben von Personalabteilungen von Großunternehmen. Auf Neudeutsch nennt man das „Recruiting“. Zum „Recruiting“ zählt zum Beispiel das Anbieten von Praktika, spezielle Diplomandenprogramme, aber auch Stände auf Jobmessen. Immer beliebter wird die Beschäftigung von Werksstudenten. Für viele Studenten ist dieser Weg eine große Chance auf einen Berufseinstieg. Man kann erste Berufserfahrungen sammeln, lernt den Betrieb kennen und bei einem möglichen Berufseinstieg wissen beide Seiten, was sie erwartet. Hauptsächlich stammen Werksstudenten aus technischen und kaufmännischen Studiengängen. Anders als im Praktikum gibt es nicht nur die Möglichkeit einen Betrieb näher kennenzulernen, sondern auch noch ordentliches Geld für seine Arbeit zu bekommen. Die Studenten arbeiten meist als Teilzeitkräfte um die 20 Stunden pro Woche und gelten als normale Arbeitnehmer, sind aber nicht sozialversicherungspflichtig für die Unternehmen. Je nach Qualifikation und Studiumslänge wird bezahlt. Wer also sein Vordiplom oder Bachelor in der Tasche hat und vielleicht noch spezielle Vorkenntnisse mitbringt, kann sehr ordentlich verdienen.

Gerade in den technischen Studiengängen ist die Arbeit als Werksstudent sehr beliebt. Der Job hat oft direkt mit dem späteren Berufsalltag zu tun und zeigt häufig auch gleich noch die Praxis zur Theorie der Vorlesungen. Die Arbeit als Werkstudent eröffnet gleichzeitig auch die Chance auf eine Diplomarbeit im Unternehmen. Damit ist eine zusätzliche Chance auf einen Berufseinstieg gegeben. Bei großen Unternehmen wie Siemens oder VW können Werksstudenten sogar internationale Luft schnuppern und so über den Tellerrand schauen. So können sie zum Beispiel auf einer neuen Großbaustelle in Asien mithelfen oder an neuen Marketingkampagnen in Südamerika arbeiten. Wer sich hier bewehrt, dem winkt nicht nur eine Festanstellung, sondern auch wichtige Erfahrungen für die spätere Karriere.

Diese ganzen Vorteile sind natürlich auch den Studenten nicht unbekannt, deshalb gibt es auf ausgeschriebene Stellen für Werksstudenten einen großen Run. Denn auch, wer nicht übernommen wird oder wem das Unternehmen als ungeeignet für einen Berufseinstieg erscheint, hat trotzdem einen großen Pluspunkt im Lebenslauf. Eine Arbeit als Werksstudent ist für viele Recruitingabteilungen ein großer Pluspunkt für die Einstellung von Berufseinsteigern. Häufig haben die Studenten nämlich hier einen wertvollen Praxiswissensvorsprung gegenüber anderen Bewerbern aufgebaut.

Birk Grüling

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