Jobben bei der Post
Alle Prüfungen sind geschrieben, alle Hausarbeiten abgegeben und noch immer hat man zwei Monate Semester-Ferien: Diese freie Zeit bietet sich an, sich nach einem Ferienjob umzuschauen. Der Gedanke an ein aufgestocktes Bankkonto und das Gefühl, seine Zeit produktiv zu nutzen, bewegen viele Studenten dazu, sich in das Arbeitsleben zu stürzen. Hannes Eich, Student der Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, entschied sich, in seinen Sommerferien bei der Post zu jobben.

Da er bereits in den letzten zwei Jahren gelegentlich als Briefträger gearbeitet hat, war für ihn auch dieses Mal klar: Ich jobbe bei der Post. „Das zusätzliche Geld kann man als Student immer gebrauchen“, meint Hannes: „Und im Vergleich zu anderen Jobs ist die Arbeit bei der Post eine von den angenehmeren.“ Vor allem der Kontakt mit Menschen und die Bewegung an der frischen Luft gefallen ihm.
Als „Vollzeit-Briefträger“ arbeitet er 38,5h in der Woche. Die Arbeitszeiten pro Tag sind jedoch verschieden, da sie von der Briefmenge abhängen. „Während ich montags wenig zu tun hab und nur knapp sieben Stunde arbeite, bin ich freitags dafür gut neun Stunden auf den Beinen.“
Der Stundenlohn liegt bei 9,80 Euro. „Ich werde aber nach Soll-Zeit bezahlt“, erklärt Hannes. Dass heißt, sein Monatslohn ist ein fester Betrag, unabhängig davon, wie lange er braucht, um alle Briefe auszutragen. „Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht zu lange festquatsche“, gesteht er schmunzelnd. Vor allem Altenheime seien ein bisschen gefährlich. „Dafür gibt es dort aber oft ein schönes Trinkgeld.“
Ob Hannes sich vorstellen könne, später in diesem Bereich tätig zu werden? „Ich habe meinen Kollegen bereits gedroht, dass ich den Laden übernehme, wenn ich mit dem Studium fertig bin“, sagt er grinsend: „Aber die haben nur gelacht.“ Auf die Uni freut sich Hannes aber doch ein wenig: „Briefe austragen ist zwar ein angenehmer Job, aber auf Dauer ist mir das doch ein bisschen wenig herausfordernd.“ An seinem Studium schätzt er vor allem, dass er immer wieder mit neuen Dingen in Berührung kommt. „Und auch, dass ich viel länger ausschlafen kann als bei meiner Arbeit als Briefträger.“
Von Renia Warzych
Foto: Deutsche Post World Net


