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Bewerbung über private Personalvermittler

Sie sprechen Jobsuchende über deren in bekannten Plattformen hinterlegte Lebensläufe oder entsprechend gestaltete Profile in Business-Netzwerken an: private Personalvermittler, umgangssprachlich auch Headhunter genannt. Meistens sind sie im Auftrag von Firmen auf der Suche nach geeigneten Bewerbern für eine neue Stelle. Doch auch Privatpersonen können Personalvermittler beauftragen, den Arbeitsmarkt nach passenden Angeboten zu durchsuchen und sie bei der Bewerbung zu unterstützen. Wir haben hier das Wichtigste, das es dabei zu beachten gilt, zusammengestellt.

Bewerbung über private Personalvermittler

Ganz zu Anfang sollte das Finanzielle geklärt werden, ob also der Personalvermittler von den die Stellen anbietenden Firmen oder dem Jobsuchenden entlohnt werden wird. In jedem Fall ist die Bewerbung über den Profi nicht nur für die Firmen bequem und zeitsparend. Er weiß, welche Berufsabschlüsse in welchen Fachabteilungen bevorzugt werden und hat aktuelle Kenntnisse über die branchenübliche Höhe der Gehälter oder z. B. Urlaubsregelungen. Gute Personalvermittler geben dem Jobsuchenden wertvolle Tipps zum richtigen Selbstmarketing, zu Formalia und besseren Formulierungen der schriftlichen Bewerbung sowie zum vorteilhafteren Auftreten in Vorstellungsgesprächen.

Allerdings agieren private Personalvermittler natürlich nicht flächendeckend bundesweit. Etwa in Stuttgart ansässige Headhunter vermitteln zwar gelegentlich auch Bewerber an Berliner Unternehmen, haben aber natürlich deutlich mehr offene Stellen in Süddeutschland im Angebot – im Gegensatz zu Berliner Agenturen. Personalvermittler sind Verkäufer. Jeder Jobsuchende sollte sich vorher genau überlegen, in welche Unternehmen und welche Fachabteilungen er sich zu welchen Konditionen bewerben will. Und auch wohin. Denn Personalvermittler (Job-Makler) leben von Provisionen. Widerspricht der Bewerber, der eigentlich nach Berlin will, nicht ausdrücklich der Vermittlung nach Stuttgart, werden ihm vorzugsweise die für den Headhunter lukrativeren süddeutschen Stellen angeboten und vielleicht sogar Berliner Stellen bewusst vorenthalten werden. Mit Informationen zu den angebotenen Stellen gehen Personalvermittler natürlich sparsam um. Für den Bewerber kann das unter Umständen die Vorbereitung auf die Vorstellungsgespräche erschweren, es kann passieren, dass er sogar der Adresse und dem Namen des Gesprächspartners extra „hinterhertelefonieren“ muss.

Abschließend wollen wir noch darauf hinweisen, dass es – wie in jeder Branche – schwarze Schafe gibt. Seriöse Unternehmen inserieren viele Stellen und präsentieren sich ausführlich im Internet, nicht nur über die eigene Webseite, sondern z. B. auch über Profile aller Mitarbeiter in Business-Netzwerken. Sie suchen den engen Kontakt mit den Bewerbern, geben ihnen viele Tipps und antworten ihnen gern auf alle Fragen.

Fazit: Gerade Personen mit wenig (aktueller) Übung im Bewerben, etwa Absolventen oder auch Eltern nach Familienpause, können sehr vom Coaching durch die Personalvermittler profitieren. Einige Unternehmen vergeben ihre Stellen inoffiziell praktisch nur über Headhunter, andere Unternehmen jedoch warten allein auf (Initiativ-)Bewerber ohne Vermittler. Dem per Headhunter einen Job Suchenden sollte unbedingt vorher klar sein, was er will, damit er sich nichts „aufschwatzen“ lässt, das er später bereut. Wer dann die Personalvermittler seiner Wahl kontaktiert und fragt, ob sie gerade einen Bewerber wie ihn suchen, kann im Idealfall sehr bequem und zeitsparend zu einem neuen Job kommen.

Von Steffen Schneider

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