CeBIT 2008 – Carl von Ossietzky Universität Oldenburg stellt Informatikprojekt vor
Die weltgrößte Messe für Informationstechnologie, CeBIT fand auch in diesem Jahr mit zahlreichen Ausstellern aus 77 Länder statt. Neben den Unternehmen, die ihre neuen Technologien vorstellten, waren auch zahlreiche Hochschulen aus Deutschland vertreten. Diese präsentierten ihre neusten Projekte im Bereich der Informationstechnologie. So auch die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die mit drei Informatik-Studenten an ihrem Stand vertreten war.
Die drei Oldenburger Studenten Thomas Path, Jens Meyer und Ruben Schorling zeigten ihr Projekt, eine Software zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die es Unternehmen erleichtern soll ihre Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Zwar ist eine spezielle Software dafür schon verfügbar, jedoch ist diese gerade für kleine und mittelständische Unternehmen zu umfangreich, teuer und unflexibel. Die Software der Oldenburger Universität erleichtert durch ein spezielles Abfragesystem die Berichterstellung . Das Projekt wurde bereits auf der Umweltkonferenz EA-SDI in Prag vorgestellt. In der tschechischen Hauptstadt konzentrierte sich die Präsentation eher auf umweltbezogene Fragen. Auf der CeBIT interessieren sich Unternehmen vielmehr für die technischen Aspekte des Projekts.
Es ist beeindruckend zu sehen wie Studenten kurz vor ihrer Diplomarbeit ein solches Projekt auf die Beine gestellt haben. Thomas Path (24) verspricht sich von Projekt und dem Stand auf der CeBIT neue Kontakte mit Unternehmen zu knüpfen. Gute Geschäftskontakte sind gerade in Zeiten, in denen der Markt auf der IT- Branche sehr stark wächst und viele Fachkräfte gesucht werden enorm wichtig. Der 28- Jährige Student Jens Meyer ist ebenfalls froh, am Projekt der Oldenburger Universität teilgenommen zu haben. Zudem kann er Vergleiche mit seiner früheren Universität in Emden anstellen. Das Studium sei in Emden sehr verschult und die Professoren in Oldenburg besser. „Gleich in der ersten Vorlesung hat der Professor gesagt, dass wir ihn Duzen können.“, so Meyer. Der gebürtige Oldenburger Ruben Schorling, empfand das Studium als sehr akademisch und teamorientiert. Allerdings mangele es der Universität an internationalen Kooperationen. Dabei sind Auslandserfahrungen für eine Bewerbung in einen Unternehmen sehr ausschlaggebend.
Für die weitere berufliche Zukunft wünschen sich die drei Oldenburger Studenten in der Softwareentwicklung, zum Beispiel in der Automobilindustrie zu arbeiten. Dabei sind ihnen das Image eines Unternehmens wichtig sowie die Arbeitsplatzsicherheit und der Grad an Flexibilität in einem Unternehmen. Die zukünftigen Informatiker sehen die CeBIT als eine perfekte Möglichkeit, um Kontakte mit zukünftigen Arbeitgebern zu knüpfen.
Von Karina Goderski


