Studentenjobs auf der Automobilmesse in Frankfurt - von schnellen Autos und schmerzenden Füßen
Die Internationale Automobil-Ausstellung, kurz IAA, findet nun bereits zum 62. Mal in Frankfurt statt. Eine Woche lang, vom 13. bis zum 23. September 2007, präsentierten knapp 1.000 Aussteller aus über 40 Ländern unter dem Motto „Sehen, was morgen bewegt“ das Neueste aus der automobilen Produktwelt. Eine so große Messe birgt natürlich viele Möglichkeiten für Studenten, ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Hunderte von Studenten jobben Jahr für Jahr auf der IAA – ob als Promoter, Hostess oder als Autopolierer. Stellenboersen.de war auf der Frankfurter Messe unterwegs und befragte die jungen Leute zu ihren Jobs.
In einem roten Outfit steht Anna neben dem ebenfalls roten Seat Ibiza Cupra und lächelt in die Menschenmasse. Die 20-Jährige arbeitet als Promoterin auf der Automobilmesse. „Die IAA ist für mich die Messe schlechthin, denn sie ist die größte Ausstellung im Automobilbereich, auf der die neuesten Modelle vorgestellt werden“, erklärt sie begeistert. Anna stammt aus der Nähe von Dortmund und hat schon auf mehreren Messen, wie der Versorgungsmesse in Köln oder der Games Convention in Leipzig, gejobbt. Interessenten an dieser Arbeit rät sie, sich bei der Jobsuche an die vielen Vermittlungsagenturen zu wenden. Trotz ihres jungen Alters war sie schon in verschiedenen Messebereichen tätig. So arbeitete sie zum Beispiel schon als VIP Hostess oder Promoterin. Für die IAA wurde sie vorab drei Tage lang geschult. Die Messearbeit macht Anna nicht nur viel Spaß, sie ist auch eine gute Verdienstmöglichkeit für die angehende Studentin. Im Herbst möchte sie ihr Medizinstudium beginnen.
Nadja wird im kommenden Wintersemester ihr Studium in Marketing und Kommunikationswissenschaften in Wiesbaden beginnen. Auf der IAA promotet sie den Fahrzeughersteller Ssangyong. Für die 22-Jährige, die zuvor eine Ausbildung zur Abteilungsleiterassistentin bei Kaufhof machte, ist es das allererste Mal, dass sie auf der Automobilmesse arbeitet. „Ich wollte die Gelegenheit wahrnehmen, hier zu jobben, bevor mein Studium beginnt und ich dafür keine Zeit mehr haben werde“, erzählt sie. „Außerdem wird der Job gut bezahlt. Das Geld werde ich während des Studiums gebrauchen können.“ Angehenden Messearbeitern und Hostessen empfiehlt sie, sich für die Arbeit ein Notfallpaket zusammenzustellen. Darin sollten Pflaster, Fußgel und Ersatzstrumpfhosen für kaputte Füße enthalten sein. „Immer früh ins Bett gehen ist auch ganz wichtig“, sagt Nadja. Am meisten Spaß macht es ihr, in einem jungen Team zu arbeiten und mit den Besuchern zu kommunizieren.
Auch Melanie gefällt der Kontakt mit den Menschen besonders gut an ihrer Arbeit auf der IAA. Sie präsentiert einen blauen Subaru und war auch schon im letzten Jahr auf der Messe tätig. Den Job macht sie neben ihrem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Die 22-Jährige präsentiert sich gerne, jedoch fällt ihr das zehn Stunden lange Stehen nicht immer leicht. Anderen rät sie, abends ein Fußbad zu nehmen. „Das wirkt Wunder“, erzählt sie. „Generell sollte man während der Arbeit immer ruhig bleiben und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Bei der Jobvermittlung ist es wichtig, auf eine seriöse und renommierte Agentur zu achten.“
Dmytro zählt zu der männlichen Minderheit der Promoter auf der IAA. Der 22-Jährige studiert Verkehrswesen in Berlin und jobbt das erste Mal auf der Automobilmesse. Er kümmert sich um die Wagenpflege in Halle 3 bei VW. Mit Staubwedel und Fensterreiniger bewaffnet, reinigt er Lack und Scheiben der Autos. Der Berliner Student hat viel Spaß an dem Job und der Messeatmosphäre. Er ist ein begeisterter Autofan und kann sich bei seiner Arbeit nicht nur über den guten Lohn, sondern auch über die neuen Eindrücke aus der Automobilwelt freuen. „Einen Messejob findet man eigentlich immer im Internet“, rät der Student. „Bei diesem Job sollte man jedoch gerne mit Menschen in Kontakt treten und es muss einem leicht fallen, stets freundlich zu sein.“
Jeder der vier jungen Leute kommt aus einem anderen Background, doch eines haben sie alle gemein: Sie kommunizieren gerne mit anderen Leuten und haben, trotz schmerzender Füße am Abend, eine Menge Spaß an der Messearbeit.


