FSJ im Ausland
Ein Auslandsaufenthalt stärkt Selbstständigkeit, erweitert Fremdsprachenkenntnisse und wird daher im Lebenslauf gern hervorgehoben. Jede Auslandserfahrung erfordert allerdings Organisationsaufwand und Kosten, ist zudem oft mit Unsicherheit gegenüber nötigen Versicherungen verbunden. Gerade jungen Menschen bietet das Freiwillige Soziale Jahr die Möglichkeit eines finanziell-geförderten Auslandsaufenthalts.
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) überbrückt oft die Zeit zwischen Schulabschluss und Berufseinstieg. Bewerben kann sich jeder über 16 und unter 27 Jahren. Besonders Unentschlossene, die sich des weiteren beruflichen Werdeganges nicht sicher sind, sammeln im Rahmen des Freiwilligendienstes ausschlaggebende Erfahrungen.
Um bis zu 18 Monate im Rahmen des FSJ im Ausland arbeiten zu können, müssen sich Freiwillige bei einer Trägerorganisation mit Sitz in Deutschland um einen Auslandsplatz bewerben. Das FSJ beginnt am 1. September jeden Jahres, bei begehrten Auslandsplätzen lohnt sich eine Bewerbung schon im Frühjahr.
Die im FSJ geleistete Arbeit orientiert sich am Gemeinwohl. Zu den wichtigsten FSJ-Trägerorganisationen gehören daher die Katholische und Evangelische Kirche, das Deutsche Rote Kreuz, das Jugendaufbauwerk Berlin und der Internationale Bund. Arbeitsstätten wie Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Kindergärten, Behindertenbetreuungseinrichtungen oder Sanitätsdienste stellen daher das Gros der Auslandsstellen im FSJ.
Freiwillige sind nach Abschluss eines Arbeitsvertrages mit der Trägerorganisation im Ausland Kranken- und Unfallversichert, erhalten Reisekosten erstattet, freie Verpflegung und Unterkunft sowie ein regelmäßiges Taschengeld von meist 150€. Bei Problemen kann auf Ansprechpartner vor Ort zurückgegriffen werden.
Vor dem eigentlichen Auslandsaufenthalt durchlaufen Teilnehmer im FSJ einen Einführungskurs, der Sprache und Kultur des gastgebenden Landes näherbringt. Nach der Rückkehr in die Heimat wird ein Seminar zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch angeboten.


