Gestalterin für visuelles Marketing
„Ich habe die Stellenausschreibung zur Gestalterin für visuelles Marketing gesehen und mich darin sofort wiedergefunden: kreativ, selbstständig und handwerklich geschickt.“ Isabella Anczok bewarb sich kurzerhand als Auszubildende beim Einrichtungshaus Ikea in Kamen und wurde angenommen. Wie sich herausstellte, war es für sie genau die richtige Entscheidung. „Eine Ausbildung ist ideal, um sich auszuprobieren. Man hat immer einen Ansprechpartner, der einen unterstützt und bei Fragen weiterhilft. Zusammen mit der Berufsschule ist das ein sehr intensiver Lernprozess.“ Sie lernte, wie man die Ausstellungsräume für die Kunden ansprechend dekoriert und sich mit den anderen Abteilungen wie Verkauf, Logistik und Kundenservice abstimmt. „Am besten gefiel mir, dass ich die einzelnen Umgestaltungen von der Planung bis zur Umsetzung begleitet habe und meine Ideen von Anfang an im Team aufgenommen wurden.“
Bereits in der Schule wählte Isabella Anczok die Fachrichtung Gestaltung, weil sie sich für Kunst und Design interessierte. Mit ihrem Fachabitur stand für sie fest, dass sie ihren Einfallsreichtum auch im Beruf umsetzen wollte. In mehreren Praktika lernte sie den Arbeitsalltag in Werbeagenturen kennen. „Dabei wurde mir klar, dass ich nicht nur am Computer sitzen, sondern mit anpacken möchte.“ Mit dem Abschluss der Lehre wurde Isabella Anczok für ihre Leistungen in der Ausbildung geehrt. Der DIHK zeichnete sie 2010 als bundesweit beste Auszubildende im Bereich Gestalter/-in für visuelles Marketing aus.
Inzwischen arbeitet die 27-Jährige im Expansionsteam von Ikea. Dessen Mitglieder sind dafür zuständig, neu erbaute Möbelhäuser in ganz Deutschland einzurichten. „Ich finde es sehr spannend, so viel unterwegs zu sein und die unterschiedlichen Häuser kennenzulernen. Hinterher bin ich immer sehr stolz auf unsere Arbeit, weil wir ein noch ungestaltetes Gebäude in ein ansprechendes Möbelhaus verwandelt haben.“
Die Gestalterin kann sich gut vorstellen, sich eines Tages selbstständig zu machen. Als nächstes geht es aber erst einmal nach Japan – auch dort wartet ein neues Einrichtungshaus auf das kreative Team.
(Quelle: BMBF, Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar, 10.11.2011)


