Fluggerätmechaniker
„Schon als Kind faszinierte mich die Luftfahrt. Seit ich das erste Mal mit meinen Eltern in den Urlaub geflogen bin, war ich von der Fliegerei begeistert.“ Martin Henning, Fluggerätmechaniker bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz, Brandenburg, hat seine Begeisterung zum Beruf gemacht. Er entschied sich für die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker mit der Fachrichtung Triebwerkstechnik, weil er von Anfang an praktisch arbeiten wollte. „Für mich war es wichtig, die einzelnen Triebwerksteile wirklich in der Hand zu halten. Ich wollte mein Handwerk von der Pike auf lernen und eine genaue Vorstellung davon bekommen, wie ein Flugzeug und speziell ein Triebwerk aufgebaut ist.“ Dass Martin Henning seine Arbeit beherrscht, bewies er im direkten Vergleich: Er wurde Jahrgangsbester aller Fluggerätmechaniker- Azubis des Abschlussjahrgangs 2010.
Inzwischen arbeitet der Mechaniker im sogenannten Befund. Nachdem die Triebwerke in ihre Einzelteile zerlegt wurden, werden sie dort auf Risse und andere Schäden kontrolliert und nach der Reparatur wieder zusammengebaut. Für den 25-Jährigen genau das Richtige: „Meine Ausbildung hat sich wirklich gelohnt, ich würde sie immer wieder wählen. Ich wollte ein Mechaniker sein, der ein Triebwerk in seiner Funktion und seinem Aufbau sehr gut kennt – und das habe ich erreicht.“
Doch darauf will sich Martin Henning nicht ausruhen. Er könnte sich eine Karriere als Wartungsingenieur vorstellen. Deshalb studiert er seit März 2011 berufsbegleitend Maschinenbau an der BBW Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Denn in Zukunft möchte er gerne selbst verantwortungsvollere Entscheidungen treffen und sich persönlich und beruflich weiterentwickeln.
(Quelle: BMBF, Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar, 10.11.2011)


