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Galerist

Wer den Beruf des Galeristen, bzw. der Galeristin ergreifen möchte, benötigt keinen speziellen Hochschulabschluss, sondern lediglich ein gutes Gespür für Kunst und den Kunstmarkt und Spaß im Umgang mit Kunden. Die Akquise von potentiellen Käufern und der Aufbau einer eigenen Linie an Kunst und Künstlern, die von der Galerie vertreten werden, gehört zu den Hauptaufgaben des Galeristen.

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Wer jedoch ein Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften oder der bildenden Kunst absolviert hat, ist eindeutig im Vorteil. Besonders ideal ist auch die Kombination von Kunst und BWL oder Management, denn genau diese beiden Bereiche werden in der Galeriearbeit verknüpft. Es geht um das Verkaufen von Kunst.

Zu den weiteren Aufgaben des Galeristen gehören zum Beispiel außerdem die Pressearbeit, Bildbearbeitung, Katalogredaktion, Verfassen von Ausstellungstexten, das Kuratieren von Ausstellungen und ganz wichtig: das Netzwerken. Damit ist der Aufbau von Kontakten zu Presseleuten, Sammlern, Kuratoren und Museen gemeint. Wer sich als Galerist ein möglichst enggespanntes Netz wichtiger Kontakte spinnt, hat später mehr Chancen, seine Kunstwerke an den Mann zu bringen. Dazu eignet sich besonders gut die regelmäßige Teilnahme an den internationalen Kunstmessen, wie der Art Basel.

Dort kann Kunst verkauft werden und Sammler auf einzelne Künstler aufmerksam gemacht werden. Einen der begehrten und teuren Plätze in den Ausstellungskojen kann man sich allerdings meist auch erst leisten, wenn die Galerie bereits einen gewissen Umsatz macht. Auch die Messen wählen ihrerseits aus, wer daran teilnehmen kann. Wer sich dazu entschließt, selbst eine Galerie zu eröffnen, sollte bereits über Kontakte in die Kunstwelt verfügen. Dies lässt sich am besten durch eine Assistenz oder ein studienbegleitendes Praktikum erreichen. Generell gilt die Faustregel, dass es etwa zwei Jahre benötigt, bis eine Galerie die ersten größeren Umsätze macht und einen festen Platz am Kunstmarkt erreichen kann. Dabei ist es besonders wichtig, eine prägnante und interessante Linie an Kunst und Künstlern zu entwickeln, um als Galerie einen Bekanntheitsgrad zu erlangen.

Auf potentielle Künstler kann man als Galerist zum Beispiel bei den jährlich stattfindenden Rundgängen in den Kunsthochschulen wie Berlin, Leipzig oder Dresden aufmerksam werden. Junge Künstler, die sich am Ende ihres Studiums befinden, haben meist noch keinen Galeristen und können entsprechend für den Kunstmarkt „aufgebaut“ und bekannt gemacht werden. Wichtig für den Erfolg einer Galerie ist auch die Wahl eines geeigneten Standortes, der nicht zu weit weg von den wichtigsten Kunstzentren wie Berlin, Düsseldorf oder Leipzig entfernt ist und über eine gute Infrastruktur verfügen sollte.

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