Tiermedizin- Mehr Vielfalt geht nicht
Die Arbeits- und Zeitinvestition wirken im Studium endlos. Die Bücher stapeln sich auf den Schreibtischen und der Kopf scheint vor lauter Fremdworte zu platzen. Ganz zu schweigen von den Herausforderungen, mit denen es der fleißige Student während des harten Studiums aufnehmen muss. Da stellt sich auch häufiger die Frage, ob sich dieser ganze Aufwand am Ende auch lohnt. Das Privatleben wirkt wie eine Insel im weiten Meer der Tiermedizin. Wahrscheinlich verdient man sich nach dem Studium keine goldene Nase, dafür sind aber die Wahlmöglichkeiten fast schier endlos.
Kleintiere
So stellt sich fast jeder einen Tierarzt vor: In der eigens aufgebauten Praxis werden die Liebsten der Menschen gepflegt. Doch was die meisten Studenten von diesem Traum trennt ist das Kapital. Der Markt ist hart und in einer Stadt sind zahlreiche verschiedene Praxen vertreten. Wie in jeder Selbstständigkeit, ist die eigene Kleintierpraxis mit zahlreichen Risiken verbunden. Eine sehr gute Alternative ist es, als Angestellter in einem schon bestehenden Gewerbe einzusteigen.
Pferde
Die Königsdisziplin sind immernoch die Pferde. Aufgrund ihres hohen Wertes sind diese Tierchen ein teures Gut, mit dem man sorgsam und gefühlvoll umgehen muss. Auch die Pferdebesitzer sind mit ihren Marotten sehr gewöhnungsbedürftig. Der Run auf freie Stellen ist groß, da besonders die weiblichen Studentinnen alles für den „Wendy-Traum“ tun würden.
Nutztiere
Ekel und ein harter Beruf liegen in diesem Bereich sehr nahe beieinander. Doch es gibt zahlreiche Vorteile, die Rind, Schwein, Geflügel und Co zu bieten haben: Die Bezahlung ist wirklich ordentlich und man kann sich als Weltverbesserer bemühen. Denn wer könnte einem störrischen Bauern besser überzeugen, als der fähige Tierarzt?
Arbeit im Büro
Auch als Tierarzt kann man hinter dem Schreibtisch arbeiten. Besonders lukrativ sind die Angebote bei der Stadt und an Universitäten. Die Bezahlung ist sehr gut und man bekommt die Stellung eines Beamten. Doch auch in diesem Bereich sollte man eine hohe Schmerzgrenze haben: Die meisten Dinge, die der Amtstierarzt sieht, sind häufig einfach nur grenzwertig.
Tierschutz
Tierschutz ist eine Passion. Geld ist Mangelware und die Anerkennung der Mitmenschen lässt zu wünschen übrig. Einzig und allein wichtig in diesem Bereich sind ein gutes und mitfühlendes Herz und jede Menge. Wer zielstrebig, kreativ und hart im Nehmen ist, hat das Richtige mit dem Tierschutz für sich gefunden.
Jeder wird mit dieser Studienrichtung das Passende für sich finden können. Egal ob zart besaitet oder knallhart, egal ob Fleischer oder Streichler, hier gibt es etwas für jeden Geschmack.
H.Lauinger


