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Beruf und Berufung - Die Musikerin Coshiva im Interview

Fast 3 Millionen Besucher an drei Tagen wurden dieses Jahr auf dem Donauinselfest in Wien gezählt. Auch am Sonntag, wo 800.000 Besucher bei hochsommerlichen Temperaturen die nette Atmosphäre an der Donau genossen, gab es mehrere Highlights, darunter die Band Tocotronic. Um 13 Uhr hatte die österreichische Sängerin Coshiva ihren Auftritt. Sie lebt zwar schon seit drei Jahren in Wien, war aber noch nie auf dem Fest, weder als Besucher noch als Gesangs-Act. Stellenboersen.de hatte danach kurz Zeit mit der jungen Sängerin über ihre Karriere und die Musik zu sprechen.

Beruf und Berufung - Die Musikerin Coshiva im Interview

Stellenboersen.de: Ist das Donauinselfest etwas besonderes für Dich?

Coshiva: Es ist allgemein etwas besonderes, weil das Donauinselfest gratis ist und so Millionen von Menschen kommen können. Vor allem die FM4 Bühne ist toll, wenn man auftreten darf, noch dazu weil sie eine der vier großen Bühnen auf dem Fest ist.

Stellenboersen.de: Welche musikalischen Vorbilder hast Du?

Coshiva: Das wechselt eigentlich immer, weil ich so viele verschiedene Musikrichtungen liebe. Ganz früher waren es Alanis Morissette, Lenny Kravitz oder Ike und Tina Turner.

Stellenboersen.de: Was macht Dir am Beruf Musikerin am meisten Spaß?

Coshiva: Für mich machen die Live-Konzerte am meisten Spass! Es ist sehr schön, wenn man Menschen mit der "eigenen" Musik begeistern kann und eine grosse Freude mit tollen Musikern gemeinsam auf einer Bühne zu stehen!

Stellenboersen.de: Kannst Du Dir vorstellen auch etwas anderes außer Musik zu machen?

Coshiva: Nein, im Moment nicht.

Stellenboersen.de: Wie kamst Du dazu einen Soundtrack (Für den Film: „Spiele leben“ von Antonin Svoboda) zu machen?

Coshiva: Ich habe über meine Freundin den Regisseur Antonin Svoboda kennen gelernt und bin mit ihm ins Gespräch gekommen. Nachdem er einige meiner Demosongs angehört hat, sortierte er aus welche Songs zu welcher Szene gut passen würden. Danach hab ich die Songs zusammen mit meinem Freund Silvio Canazei in unserem Studio erarbeitet. Es war für uns eine grosse Herausforderung und machte grossen Spaß!

Stellenboersen.de: Kannst Du inzwischen von der Musik alleine leben?

Coshiva: Nein, leider! Ich muss nebenbei noch arbeiten. 2004 wurde ich mit meinem Studium fertig (Multi Media Art Major Audio an der Fachhochschule in Salzburg , Anm. der Redaktion) und für mich war es sehr schwierig danach einen Job zu bekommen. Jetzt bin ich selbstständig, habe ein eigenes kleines Studio zu Hause, produziere und komponiere neben der Filmmusik auch Werbespots und bin auch als Sprecherin tätig. Außerdem versuche ich mich noch im Grafikbereich zu verbessern, da dies auch Teil meines Studiums war.

Stellenboersen.de:Wie entstehen Deine Songs?

Coshiva: Meine Songs entstehen meist auf der Gitarre oder am Klavier. Die Melodie fällt mir als ersters ein, dann kommen Akkorde und ganz zum Schluss der Text. Meine Demos nehme ich zu Hause im Studio auf und bearbeite sie am Computer. Diese Demos erarbeite ich dann mit Band im Proberaum aus und teste sie auf Live-Konzerte. (Meine erste CD entstand im Studio mit dem Produzenten Che Rubin - ohne Band). Meine jetzige Band ist mittlerweile von drei auf acht Mitgliedern gewachsen, neu sind z.B. meine beiden Backgroundsängerinnen und ein Saxophonist. Allen macht es grossen Spass und die Proben sind sehr entspannt.

Stellenboersen.de: Meinst Du im Nachhinein, dass es sich gelohnt hat zu studieren?

Coshiva: Ja, denn während des Studiums konnte ich ganz viele Kontakte knüpfen und habe sehr viele liebe Menschen kennen gelernt, die in ähnlichen Bereich tätig sind und mir sehr weiterhelfen konnten, wie z.B. Videoproduktion, Web- Plakat- und T-Shirtdesign, Website, Webspace, Fotografie, Produzent ...

Stellenboersen.de: Welche Projekte planst Du als nächstes?

Coshiva: Ich bin noch auf der Suche nach Sponsoren, Plattenfirma, Vertrieb, Management, Promotion und Booking für mein 2. CD-Album.

Stellenboersen.de: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit der Musik.

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