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Coshiva - Musizieren und Studieren in Wien

Studium und gleichzeitiges Profi-Musiker-Dasein? Für Coshiva, Sängerin und Songwriterin aus Wien, ist das weder ein Problem noch ein Widerspruch. Wie man beides miteinander verbinden kann und worauf es zu achten gilt konnten wir in einem exklusiven Interview erfahren.

Coshiva - Musizieren und Studieren in Wien

Stellenboersen.de (S): Du schreibst an Deiner Diplomarbeit und bist gleichzeitig als Sängerin sehr aktiv; wie bekommst Du das unter einen Hut? Coshiva: Ich denke, wenn man ein Ziel vor Augen hat kann alles möglich sein! Nachdem ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin wird es auch funktionieren! Gestern hatte ich meine mündliche Prüfung und es hat geklappt! Mein Titel der Diplomarbeit (Werkoption): Debüt-Album: "Coshiva - Thousand Miles Away" - Neueinführung von Tonträgern in Österreich an Hand des Debüt-Albums. Werk: "Coshiva - Thousand Miles Away" Ich schrieb über die CD-Produktion und über die Problematiken in Österreich, die auftreten wenn man ein Pop/Rock-Debüt-Album auf den Markt bringt. Abschließend kann ich sagen, dass mich die Diplomarbeit am Studiengang für Multimedia Art in Salzburg für mein zukünftiges Vorhaben im Musikbusiness sehr gut vorbereitet hat. S: Wie kamst Du auf die Idee, zu studieren? Coshiva: Mein damaliger Freund studierte an der Fachhochschule für Multi Media Art und so konnte ich in das kreative Studium hineinschnuppern. Multi Media Art bietet vier Bereiche: 3-D Animation, Video, Grafik und Audio. Grafik und Audio hat mich schon immer sehr interessiert und so kam es, dass ich mich zwei Jahre später für das kreative Studium entschloss. Ich kündigte die Arbeit in der Reisebranche und bereitete mich für die Aufnahmeprüfung vor, die ich dann auch schaffte! S: Wie kamst Du auf die Idee, professionell zu musizieren? Coshiva: Dieser Traum schlummert schon immer in mir, doch da es bekanntlich sehr schwierig ist, nur von der Musik zu leben, empfand ich es anfangs für Notwendig nach der Matura einen Beruf zu lernen. Darum besuchte ich das 2-jährige Tourismuskollege in Klessheim bei Salzburg. Danach war ich drei Jahre lang Hauptberuflich in der Reisebranche tätig und beschäftigte mich in meiner Freizeit mit der Musik. Während meiner Studienzeit kellnerte ich sehr viel und lernte dort meinen Produzenten kennen. Ein Auftritt in seinem Lokal hatte ihn so überzeugt, dass wir uns entschieden ein Demo-Album aufzunehmen.

Coshiva live.

Coshiva: Meine komplette Band suchen, die mit mir den steinigen Weg gehen kann (Anfangs gibt es sehr viel Promotiongigs ohne Bezahlung und Musiker, die von der Musik leben müssen, können sich soetwas schwer leisten). Wichtig ist dieses Jahr viel Live spielen, um eine grosse Fangemeinde aufbauen zu können, die mich mit meinem nächsten Album unterstützen. Nach meiner Diplomprüng werde ich an neuen Songs arbeiten und sie im Herbst im Tonstudio von Christian Kolonovits aufnehmen. Wie sich das ganze ergibt mit Band oder Studiomusiker, kann ich noch nicht sagen. Meine nächste CD wird voraussichtlich im Februar 2005 erscheinen! Auf meiner Hompage www.coshiva.com findet Ihr alle aktuellen Live-Termine. In Wien war ich als Support der Sugababes dabei und im August 2004 werde ich auf dem Salzburger Frequency-Festival spielen. S: Wie flexibel muss man in Deiner Position sein? Coshiva: Ich bin von Haus aus sehr flexibel und spontan, was eine sehr gute Voraussetzung in dieser Branche ist. S: Welche Ausbildung hinsichtlich der Musik hast Du hinter Dir? Möchtest Du noch weitere Instrumente lernen? Coshiva: Ich spiele Klavier und Gitarre (Privatunterricht in Klavier, Gitarre brachte ich mir selbst bei). Musikalische Ausbildung: Musisches Gymnasium in Salzburg mit Matura 1995. Ob ich noch ein Instrument spielen will? Digeridoo und Percussion klingt gut, ob ich dazu noch Zeit finde ist eine andere Frage .. momentan bin ich genug eingedeckt. S: Ist absehbar, dass sich die Musik auch finanziell lohnt? Coshiva: Musik lohnt sich nur dann finanziell wenn man es wirklich geschafft hat, sprich in die Charts ist und sehr gute Tonträgerverkäufe nachweisen kann. Ein grosser Pluspunkt ist, wenn man die Songs selbst kompiniert und textet, da man durch die AKM bzw. in Deutschland durch die GEMA Tantiemen erhält. Doch bis das zutrifft benötigt man sehr viel Geduld und sollte sich unbedingt durch einen anderen Job finanziell absichern, denn Instrumente und Studioequipment kosten Geld. S: Worauf musst Du als Musikerin unbedingt achten, damit alles glatt läuft (rechtliches, Absicherung für Künstler etc.)? Coshiva: Zum Thema Plattenverträge gibt es eine sehr gute Lektüre: "Musik und Moneten" oder "Die Praxis im Musikbusiness" von Robert Lyng. Ich habe mich vertraglich mit dem Produzenten abgesichert, als es zum Plattenvertrag kam, um spätere Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. Den Plattenvertrag des Labels überprüfte ich bevor ich ihn unterschrieb und bei Live-Veranstaltungen wird meist alles schrifltich festgehalten. Mündliche Vereinbarungen würde ich keinem raten, denn Menschen können sich leider sehr schnell ändern, wenn sie Geld riechen. S: Coshiva, vielen Dank für das freundliche Interview! Wer noch mehr Informationen über die aufstrebende Österreicherin sucht, findet sie auf www.coshiva.com ! Torsten Müller Alle Bilder: (c) Edith Zehentmayer, www.rockhouse.at

Die Wochenenden verbrachte ich als Kellnerin im Restaurant und unter der Woche nach den Vorlesungen in seinem Home-Studio. In meinem Studium hatte ich Vera Brandes, die das Fach Marketing unterrichtete, kennengelernt. Sie war lange Zeit in der Musikbranche tätig und als sie erfuhr, dass ich in der Klasse bereits ein Demo-Album fertig in Händen hatte und nach einem Plattenvertrag suchte, band sie meine damalige Situation in den Unterricht ein. Einige Monate später erhielt ich einen Plattenvertrag bei homebase-records (Inhaber Christian Kolonovits). Seit diesem Zeitpunkt wusste ich, dass die Chance endlich professionell musizieren zu können gekommen war. Ich blieb mit meiner Marketinglehrerin in Verbindung und Ende des Semesters wurde sie Erstbegutachterin meiner Diplomarbeit. S: Wie ist Deine Karriereplanung zur Zeit?

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