Unfallversicherung
In der Liste der Versicherungen, die dazu dienen, existenzbedrohende Risiken abzuwenden, darf die Unfallversicherung nicht fehlen. Warum sie gerade für Berufseinsteiger wichtig ist, soll im folgenden Beitrag deutlich werden. Wir sprechen hier nicht von zehn Euro Unfall-Krankenhaustagegeld oder 500 Euro Zuschuss, wenn ein Zahn unfallbedingt ersetzt werden muss. Wer Invalide wird, kann in der Regel zum einen seinen Beruf nicht mehr ausüben, zum anderen müssen im häuslichen Umfeld Umbauten vorgenommen werden, die richtig teuer sind. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann, ist mit dem Abschluss zumindest einer Unfallversicherung gut beraten.
Bei der Betrachtung der Leistungen aus einer Erwerbsminderungsrente, und dem Gedanken, trotz hoch qualifizierter Ausbildung davon Leben zu müssen, macht eine „Absicherung des Lebensarbeitseinkommens“ Sinn. Unfallversicherungen sind bei der Kapitalzahlung mit einer progressiven Leistung ausgestattet, normalerweise 500%. Was bedeutet das? Bei einer vereinbarten Versicherungssumme von 100.000 Euro und 100prozentiger Invalidität erhält der Versicherungsnehmer eine Kapitalzahlung von 500.000 Euro. Beträgt der Invaliditätsgrad 5% (Verlust eines Fingers), wird eine Versicherungsleistung von 5.000 Euro gezahlt.
Niemand geht davon aus, dass ihn oder sie das Schicksal einer Invalidität trifft, auch Motorradfahrer unterstellen täglich, dass nichts passieren wird. Täglich sind unzählige Menschen von plötzlicher Invalidität betroffen.
Als Kalkulationsgrundlage für die Versicherungssumme hat sich die Faustformel des 10fachen Bruttojahreseinkommens bewährt. Diese Summe, kombiniert mit 500% Progression, stellt erst einmal einen vernünftigen Kapitalstock zur Verfügung.
Seit einigen Jahren bieten die Versicherer eine monatliche Rente an, die bei einer unfallbedingten Invalidität ab 51 Prozent lebenslang leistet. Diese, in Kombination mit einem ausreichenden Kapitalstock, ist eine solide Absicherung für Berufseinsteiger, da das Portemonnaie nicht überdurchschnittlich strapaziert wird. Auf Assistance-Leistungen, Tagegelder und ähnliches sollte man ebenso verzichten, wie auf den Einschluss einer Dynamik. Diese erhöht zwar jährlich die Leistungen, ist aber auch eine schleichende Beitragserhöhung. Sinnvoller ist es, den Vertrag immer wieder selbst auf die persönliche Gehaltsentwicklung zu überprüfen.


