Versicherungen für Berufseinsteiger
Wer nach erfolgreich abgelegtem Examen in den Beruf einsteigt, hinterlässt mindestens auf dem eigenen Girokonto seine Spuren. In der Regel verzeichnen die Bankberater einen angestiegenen Gehaltseingang. In der heutigen Vertriebskultur der Finanzdienstleistungsbranche wird der erste Anruf hinsichtlich des aus Sicht der Bank oder Sparkasse notwendigen Aufbaus einer privaten Altersversorgung nicht lange auf sich warten lassen. Verträge zur Altersversorgung zahlen die höchsten Provisionen.
Versicherungen für Berufseinsteiger - Ausgewählte Artikel
Unfallversicherung
In der Liste der Versicherungen, die dazu dienen, existenzbedrohende Risiken abzuwenden, darf die Unfallversicherung nicht fehlen. Warum sie gerade für Berufseinsteiger wichtig ist, soll im folgenden Beitrag deutlich werden. Wir sprechen hier nicht von zehn Euro Unfall-Krankenhaustagegeld oder 500 Euro Zuschuss, wenn ein Zahn unfallbedingt ersetzt werden muss. Wer Invalide wird, kann in der Regel zum einen seinen Beruf nicht mehr ausüben, zum anderen müssen im häuslichen Umfeld Umbauten vorgenommen werden, die richtig teuer sind. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann, ist mit dem Abschluss zumindest einer Unfallversicherung gut beraten.
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Riester-Rente
Stand die Riester-Rente bei Einführung in dem Ruf, sie sei nur für Menschen mit niedrigem Einkommen und vielen Kindern geeignet, so hat sich diese Meinung weitgehend geändert. Grund ist, dass die Beiträge auch steuerlich geltend gemacht werden können. Für Berufseinsteiger gibt es einen speziellen Bonus.
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Privathaftpflichtversicherung
Solange die Eltern noch einen Anspruch auf Kindergeld hatten, waren Studenten automatisch in der Familienhaftpflicht mitversichert. Mit Beendigung der ersten Ausbildung oder dem Erreichen des 27. Lebensjahres endet dieser Einschluss.
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Private Altersversorgung
Mit dem Wegfall des Steuerprivilegs für Lebensversicherungen hat die private Altersversorgung über Lebens- oder Rentenversicherungen an Attraktivität eingebüßt.
Die bedingte Steuerfreiheit ist kein unmittelbarer Vorteil einem in der Ansparphase oft kostengünstigeren Investmentsparplan.
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Krankenversicherung
In Deutschland existieren zwei Wege der Krankenvollversicherung: Die Mehrzahl der Menschen sind Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die meisten davon wiederum als Pflichtversicherte. Dazu gehören auch fast alle Berufsstarter. Wer dagegen bestimmte Kriterien erfüllt (Jahreseinkommen der letzten drei Jahre als Angestellter über der Jahresentgeltgrenze, Beamter oder Beamtenanwärter, Selbstständiger), kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Seit einigen Jahren besteht in Deutschland generelle Krankenversicherungspflicht.
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KFZ-Haftpflichtversicherung für Berufseinsteiger
Mit dem Einstieg in das Berufsleben entsteht auch der Wunsch, möglichst viele Dinge selbst zu regeln. Während der Uni war das Auto möglicherweise noch als Zweitwagen auf die Eltern versichert und soll jetzt auf den eigenen Namen laufen. Der Übertrag ist ohne weiteres möglich, der Rabatt kann innerhalb der Familie einmalig weiter gegeben werden. Wer bis dahin noch kein Auto hatte, und sich jetzt ein KFZ zulegt, ist gut beraten, es für einige Jahre als Zweitwagen auf die Eltern anzumelden. Die Einstufung als Zweitwagen erfolgt in der Schadensfreiheitsklasse ½, sprich 85%, der Einsteiger beginnt mit 140%. Wichtig ist, dass die Versicherungsnehmer die Eltern sind, ein Übertrag der SF-Klassen von Dritten ist nur sehr schwer bis gar nicht möglich.
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Hausratversicherung für Berufseinsteiger
Abgesehen von der gesetzlich vorgeschriebenen Autoversicherung, ist die Hausratversicherung nach der Privathaftpflicht die am häufigsten gekaufte Versicherung. Von der Logik her nicht ganz nachvollziehbar, da Berufsunfähigkeit oder Invalidität abzusichern wichtiger ist.
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Die Betriebliche Altersversorgung
Anders als die Basis-Rente ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) auch für Berufsstarter auf Grund des niedrigen Netto-Beitrages richtig knackig.
Von den fünf in Deutschland zugelassenen Durchführungswegen sind die Direktversicherung und die Pensionskasse auf Grund des einfachen Handlings am weitesten verbreitet. Große Konzerne bieten auch Pensionsfonds an. Unterschieden wird zwischen arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierter bAV. Im ersten Fall werden die Beiträge als Additiv zum Einkommen gezahlt, im zweiten Fall verwendet der Arbeitnehmer Teile seines Einkommens für eine Altersversorgung. Richtig spannend wird die Beitragsgestaltung, wenn die vom Arbeitgeber gezahlten Anteile vermögenswirksamen Leistungen in eine bAV einfließen. Einige Tarifverträge schließen bereits eine anderweitige Verwendung (z.B. Bausparen) aus.
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Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufseinsteiger
Das Studium ist erfolgreich abgeschlossen, dem Eintritt in das Berufsleben steht nichts mehr im Wege. Mit Beginn der Berufstätigkeit geht häufig eine Karriereplanung einher.
Grundlage dafür ist für einen Berufsteinsteiger sein Vorhaben und seine Fähigkeit, zu arbeiten. Auf der künftigen Berufstätigkeit basiert die gesamte Lebensplanung.
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Altersversorgung – notwendig trotz staatlicher Rentensysteme
Es ist unstrittig – trotz einer staatlichen Altersrente kann niemand mehr auf eine eigene zusätzliche Lösung verzichten. Sogar in den eigenen Rentenbescheiden macht die Gesetzliche Rentenversicherung darauf aufmerksam.
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Die Basis-Rente
Im Jahr 2005 wurde die, auch nach Ihrem Begründer Bert Rürup benannte, Basis- oder Rürup-Rente in Deutschland eingeführt. Zielgruppe waren in erster Linie Selbstständige, die im Gegensatz zu Angestellten in der Regel keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) abführen. Grund für die Einführung war die Gesetzesnovelle, dass die Beiträge zur GRV künftig steuerlich nach anderen Modalitäten geltend gemacht werden können. Die Basis-Rente entspricht in Ihren Merkmalen der GRV. Es besteht keine Möglichkeit, die Leistungen zu kapitalisieren. Die Erträge können vom Begünstigten nur in Rentenform bezogen werden.
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Berufsseinsteiger sind eine atrraktive Zielgruppe für den Versicherungsvertrieb – doch welche Versicherungen sind sinnvoll und worauf kann man verzichten?
Objektiv betrachtet stellt sich die Frage, und Altersvorsorge gehört in die Kategorie Versicherung, welche Versicherungen ein Berufseinsteiger überhaupt benötigt. Für Hochschulabsolventen, die in eine Festanstellung wechseln, greifen erst einmal die staatlichen Sozialversicherungsbausteine Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegepflichtversicherung. Wer seinen Berufseinstieg über die Selbstständigkeit wählt, muss Mitglied in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung werden. Darüber hinaus besteht noch Versicherungsbedarf hinsichtlich der selbstständigen Tätigkeit.
Auto- und Motorradfahrer wissen, dass ohne Versicherungsnachweis eine Zulassung nicht möglich ist. Das sind die gesetzlichen Regeln. Darüber hinaus gibt es allerdings eine Gruppe von Versicherungen, deren Sinn es ist, existenzbedrohende Risiken des Einzelnen tatsächlich abzudecken.
In den folgenden Artikeln wollen wir auf die einzelnen Versicherungsarten eingehen, und auch die Notwendigkeit hinterfragen.
Absolut wichtig sind Privathaftpflichtversicherung, gegebenenfalls erweitert um eine Berufshaftpflicht, und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Invaliditätsabsicherung sollte vorhanden sein.
Nicht zwingend notwendig, aber als beruhigend können Hausrat- und Rechtsschutzversicherung betrachtet werden. Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen ist aus Kostengründen eventuell eine Zahnzusatzversicherung nützlich, die Unterbringung im Mehrbettzimmer ist keine existentielle Frage, sondern Luxus.
Die im Zusammenhang mit der KFZ-Versicherung gerne angebotene Insassenunfall-Versicherung kann man oft getrost ignorieren, da mögliche Leistungen andererseits erbracht werden.
Über den normalerweise größten Beitragsanteil der privaten Versicherungsprämien, Beiträge zur Altersversorgung, sollten Berufseinsteiger nachdenken, aber keine überhasteten Unterschriften leisten – das „drei Schichten-Modell“ birgt Chancen auf gute Erträge, aber auch Risiken für eine Fehlentscheidung. Die Grundlage der Altersversorgung, unser Eingangsthema, wird in der Regel durch eine Betriebsrente gelegt.
Bevor Sie sich mit den verschiedenen Versicherungen und Anbietern beschäftigen, ein Tipp: Prüfen Sie, ob Sie durch Ihren Arbeitgeber oder durch Zugehörigkeit zu Vereinen oder Verbänden die Möglichkeit haben, über einen Kollektiv-, Gruppen- oder Rahmenvertrag günstigere und bessere Konditionen bei bestimmten Anbietern erhalten können.


