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Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger - Keine falsche Bescheidenheit

Gerade als Berufsanfänger kennt die Freude über den erste Job keine Grenzen. Das Gehalt ist für viele dabei zweitrangig, über mehr kann man ja später noch verhandeln, so die landläufige Meinung. Aber falsche Bescheidenheit ist nicht immer angebracht, schließlich nimmt man den Gehaltsrückstand mit ins Berufsleben und unter Wert verkaufen sollte sich auch keiner.

Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger - Keine falsche Bescheidenheit

Als Sven seine erste Stelle als Werbetexter bei einer kleinen, aber feinen Agentur antrat, war er überglücklich. Der Creative Director legte aber bereits im ersten Gespräch die Karten auf den Tisch, „Finanziell können wir Ihnen am Anfang nicht viel bieten, als kleine Agentur.“

Doch auch wenn man frisch von der Universität oder Fachhochschule kommt, sollte man sich nicht unter Wert verkaufen. Man ist schließlich nach vier bis sechs Jahren Studium kein Sonderangebot, sondern hochqualifizierte Markenware. Gerade mit exzellenten Leistungen im Studium oder besonderen Zusatzqualifikationen sollte ein überdurchschnittliches Gehalt gerechtfertig sein.

Ein geringer Preis bedeutet auch eine geringe Wertschätzung und steht ähnlich wie beim Einkaufen für Ausverkauf und Schnäppchen. Je geringer ihr Einstiegsgehalt ist, desto schwerer wird es auch später, eine Gehaltserhöhung auszuhandeln. Das Anfangsgehalt wird immer Grundlage aller weiteren Gehaltsverhandlungen sein.

Gerade wenn die Firma auf das Know-How des neuen Mitarbeiters angewiesen ist, lässt sich einiges rausschlagen. Beim Wechsel der Firma lassen sich bis 25 Prozent zusätzlich auf das alte Gehalt aushandeln. Neue Mitarbeiter, von denen sich die Firma viel erhofft, bekommen häufig Traumgehälter geboten.

Auch Sven hat sich nicht beirren lassen und ein höheres Gehalt gefordert. „Der Chef hat meine Qualitäten eingesehen und sich überzeugen lassen. Am Ende lag unsere Einigung bei 20 Prozent über dem alten Gehalt.“

Von Birk Grüling

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