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Frauen in Männerberufen- Chance für den Arbeitsmarkt

Frauen sind in den typisch männlichen Berufen immer noch stark unterrepräsentiert. Dieser Umstand kann für die weitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt negative Folgen haben, die auch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert werden. Stellenboersen.de erzählt, wo die Probleme zu finden sind und stellt einen ungewöhnlichen Lösungsansatz vor.

Frauen in Männerberufen- Chance für den Arbeitsmarkt

Viele Unternehmen, die in naturwissenschaftlichen oder technischen Bereichen tätig sind, fürchten einen zunehmenden Fachkräftemangel in den kommenden Jahren. Gründe hierfür sind die sinkenden Absolventenzahlen, die negative demografische Entwicklung und ein schwindenes Interesse an naturwissenschaftlichen Berufen.

Ein Lösungsansatz ist die stärkere Einbeziehung von Frauen und ihre spezielle Förderung. Im Rahmen des „Girlsday“ wird eben dieser Ansatz verfolgt und Frauen von klein auf die naturwissenschaftlichen Berufe näher gebracht.

Innerhalb des Girlsdays, der im Jahr 2001 zum ersten Mal durchgeführt wurde, bieten technische Unternehmen und Abteilungen, Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen Veranstaltungen für Mädchen an. Die Mädchen aus den Klassen 5-10 sollen anhand von praktischen Beispielen in Laboren, Büros und Werkstätten die Vorzüge technischer Berufe kennen lernen und sich dann vielleicht für eines der vorgestellten Berufsfelder entscheiden. Im Jahr 2006 stellten sich 7.085 Unternehmen und Organisationen für den Girlsday zur Verfügung und boten damit 121.681 Mädchen die Chance, sich über die eigentlich typisch männlichen Berufe zu informieren. Während die Unternehmen auf diese Weise neue „Fachkräfteressourcen“ erschließen, kann sich für die teilnehmenden Mädchen der berufliche Horizont stark erweitern. Auch heute noch entscheiden sich Frauen verstärkt für typisch weibliche, also sozial-und gesundheitswissenschftliche Berufe usw. Durch die Teilnahme am Girlsday kann der Blick auf ganz andere Berufsfelder gelenkt werden, die die teilnehmenden Mädchen vorher vielleicht nicht in Erwägung gezogen hätten.

Der Girlsday wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Bundesministerium für Familie und von anderen Organisationen gefördert und steht damit auf einem soliden finanziellen Fundament.

Ob der Girlsday den drohenden Fachkräftemangel verhindern, oder sogar umkehren kann, ist aus heutiger Sicht nicht zu bewerten. Fakt ist jedoch, dass die teilnehmenden Unternehmen eine steigende Anzahl von weiblichen Bewerbern verzeichnen können und der Girlsday damit vielversprechende Entwicklungen gezeigt hat.

Von Kai Nübel

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