Die Wahl der Krankenversicherung bei freiberuflicher Tätigkeit
Wer als freiberuflicher Lehrer die Berufslaufbahn beginnt, muss weiterhin krankenversichert sein. Selbstständige können in Deutschland zwischen der Mitgliedschaft in einer Ersatzkasse (GKV) oder einer privaten Krankenversicherung (PKV) wählen.
Während sich die Beiträge in der GKV am Einkommen orientieren, kalkuliert sich die Prämie in der PKV an Eintrittsalter, Geschlecht, den gewünschten Leistungen und einer möglichen Selbstbeteiligung. Unstrittig ist, dass die GKV mit Leistungskürzungen und Zuzahlungen negative Schlagzeilen hat. Dem stehen bessere Leistungen und für Menschen mit niedrigem Eintrittsalter günstigere Prämien in der PKV gegenüber. Das ist zunächst einmal verlockend. Es gilt bei der Wahl einer privaten Krankenversicherung aber auch einige Punkte zu beachten.
Zum einen werden die Beiträge fast jährlich angepasst, in manchen Tarifen bis zu 20 Prozent. Zum anderen stellt sich die Frage nach einer künftigen Familie. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder und nicht-berufstätige Ehegatten in der Familienversicherung kostenfrei mitversichert sind, muss in der PKV für jedes Familienmitglied ein gesonderter Vertrag abgeschlossen werden. Das günstige Einstiegsangebot kann somit zu einer kostenintensiven Zeitbombe werden. Ein späterer Wechsel in die Ersatzkasse ist nur möglich, wenn durch ein Angestelltenverhältnis eine Versicherungspflicht besteht.
Die Nachteile der GKV bekommt man aktuell am deutlichsten im Zahnbereich zu spüren. Die Selbstbeteiligung bei Zahnersatz kann schnell einen vierstelligen Betrag erreichen. Hier sind privat Krankenversicherte eindeutig besser gestellt. Die Alternative ist, im Hinblick auf mögliche Änderungen im Familienleben, eine Mitgliedschaft in der GKV mit einer Zusatzversicherung für Zahneratzleistungen.


