Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden

Jobperspektiven als Lehrer

Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) prognostiziert, wird der Bedarf an ausgebildeten Lehrkräften bis 2015 steigen. Diese Entwicklung hängt mit der hohen Zahl an Pensionierungen zusammen, die in den nächsten Jahren bevorsteht. Aufgrund der zurückgehenden Geburtenzahlen werden allerdings nicht alle freiwerdenden Stellen unmittelbar neu besetzt. Nichtsdestotrotz soll sich bezüglich einzelner Schulformen und Unterrichtsfächer ein Lehrermangel bemerkbar machen. Allerdings gibt es in Bezug auf einzelne Bundesländer große Schwankungen bezüglich des Lehrerbedarfs in einzelnen Schulformen und Fächern.

Im Bereich der Grundschule wird bis 2015 kein erheblicher Lehrermangel herrschen. Die Bedarfslage an Grundschullehrern kann sich allerdings in einzelnen Regionen anders gestalten.

Im Sekundarbereich I hingegen sieht die KMK eine Unterversorgung für die kommenden Jahre voraus. Vor allem in den neuen Bundesländern werden nicht genug Absolventen für die freiwerdenden Stellen an den Haupt- und Realschulen nachrücken. Dementsprechend sind die Einstellungschancen für Junglehrer dieser Schulformen überdurchschnittlich gut. Besonders Lehramtsstudenten mit den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie oder Musik können sich über sehr gute Jobperspektiven freuen.

Im Hinblick auf das Lehramt an Gymnasien muss ebenfalls zwischen den alten und den neuen Bundesländern unterschieden werden. Während in den alten Bundesländern nur ein leichter Überhang an Bewerbern prognostiziert wird, werden in den neuen Bundesländern deutlich zu wenig Stellen für die Studienabsolventen zur Verfügung stehen. Trotzdem werden sich laut Prognose einige Mangelfächer herauskristallisieren, zu denen Physik, Chemie, Mathematik, Latein, evangelische und katholische Religion sowie Kunst und Musik gehören.

Studierende, die ein Lehramt an einer Berufsbildenden Schule anstreben, haben künftig recht gute Einstellungschancen. Auch hier macht sich das Gefälle zwischen alten und neuen Bundesländern bemerkbar: Während in den alten Bundesländern keine Unterversorgung vorausgesehen wird, werden die neuen Bundesländer einen Lehrermangel erleben. Mangelfächer sind Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Verwaltung und einige allgemeinbildende Fächer.

Für Lehrkräfte an Sonderschulen werden in den nächsten Jahren gute Berufsperspektiven vorhergesagt. Vor allem in den neuen Bundesländern soll sich eine Unterdeckung des Bedarfs an Lehrkräften bis 2015 ergeben, wobei allerdings unter den Fachrichtungen zu differenzieren ist.

Grundsätzlich sollte die Entscheidung für einen Studiengang nicht nur von derartigen Prognosen abhängig gemacht werden, da diese sehr variabel sind und immer nur eine Momentaufnahme abbilden. Bei der Wahl der Unterrichtsfächer sollten sich zukünftige Lehrer für Fachbereiche entscheiden, die ihnen gut liegen und die sie interessieren, damit sie später in der Lage sind, motivierenden Unterricht zu gestalten, und den für die Bewerbung benötigten Notenschnitt erreichen.

T5 Jobmessen