Lehramt an Berufsbildenden Schulen
Zu den besonderen Aufgaben von Lehrkräften an Berufsbildenden Schulen zählt die Vermittlung von beruflichem Fachwissen zur Vorbereitung der Schüler auf die Ausübung eines bestimmten Berufes. Aus diesem Grund muss ein Berufsschullehrer eine hohe Fachkompetenz sowie ausreichend praktische Erfahrung in der jeweiligen beruflichen Branche vorweisen.
Da diese Kompetenzen nicht allein im Rahmen des Studiums erworben werden können, zählt der Nachweis über praktische Erfahrungen im jeweiligen Spezialisierungsgebiet zu den Eingangsvoraussetzungen für das Studium des Berufsschullehramtes. Dieser Nachweis kann über ein Praktikum oder eine Ausbildung erbracht werden, wobei eine Beschäftigungsdauer von mindestens 12 Monaten vorgeschrieben ist.
Die Auswahl an fachlichen Spezialisierungen, aus denen Studierende wählen können, ist vielfältig. Mögliche Spezialisierungsbereiche sind:
- Wirtschaft und Verwaltung
- Metalltechnik
- Elektrotechnik
- Bautechnik
- Holztechnik
- Textiltechnik und Bekleidung
- Chemie/Physik/Biologie (Verfahrenstechnik)
- Drucktechnik
- Farbtechnik und Raumgestaltung
- Gestaltungstechnik
- Körperpflege
- Gesundheit
- Ernährung und Hauswirtschaft
- Agrarwirtschaft
- Sozialpädagogik
- Pflege
Die Studiendauer beträgt im Schnitt 9 bis 10 Semester. Während des Studiums entscheidet man sich für ein oder zwei berufliche Fächer, welche durch das Studium eines allgemeinbildenden Faches ergänzt werden. Inhaltlich werden im Studium einerseits fachliche Kenntnisse und andererseits erziehungswissenschaftliches Wissen vermittelt, wobei sich beide Bereiche die Waage halten. Des weiteren gehören schulpraktische Studien im Rahmen von Praktika zur Ausbildung des Berufsschullehrers. Im Anschluss an die erste Phase der Ausbildung an der Universität folgt das Referendariat, welches in der Regel zwei Jahre dauert.


