Krankenversicherung für Ingenieure: Kasse oder Privat? Eine Frage die sich nur selbstständigen Ingenieuren und Architekten stellt
Architekten oder Ingenieure, die als Berufseinstieg ein festes Angestelltenverhältnis wählen, sind erst einmal in einer Ersatzkasse versicherungspflichtig. Die Möglichkeit, als Arbeitnehmer in eine private Krankenversicherung zu wechseln besteht nur, wenn die Jahreseinkommen der letzten drei Jahre über der Beitragsbemessungsgrenze lagen. Generell besteht für alle Menschen in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht.
Die Ersatzkassen unterscheiden sich im Detail
Da der Gesetzgeber die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung vorschreibt, gibt es hier im Prinzip keine Unterschiede mehr. Einige Ersatzkassen müssen jedoch auf Grund der finanziellen Situation Zusatzbeiträge erheben. Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenassen sind zu rund 95 Prozent identisch. Unterschiede gibt es hauptsächlich bei der Unterstützung von präventiven Maßnahmen, sportlichen Aktivitäten und Bonusprogrammen. Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung hat Zugang zu jeder Ersatzkasse in Deutschland.
Leistungskürzungen können den Versicherten Unsummen kosten
Viele, gerade junge Menschen, sehen die Leistungen der Ersatzkassen als unbefriedigend. Gerade im Bereich der Zahnersatzleistungen sind die Einschnitte gravierend und für die Versicherten kostenintensiv. Die Regelungen der GKV sehen nur eine Erstattung des „medizinisch Notwendigen“, nicht des Bestmöglichen, vor. Erstattet wird generell nur noch ein Festzuschuss, abhängig von dem zu behandelnden Sachverhalt. Wer nicht nur die billigste Lösung bei der Behandlung seiner Zähne möchte, sondern hochwertige Inlays oder Zahnersatz, ist mit dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung gut beraten. Durch sie wird der Eigenanteil an den Behandlungskosten, der leicht im vierstelligen Bereich liegen kann, deutlich gesenkt. Bei der Auswahl der Gesellschaft sollte die Prämie nicht im Vordergrund stehen. Ein Anbieter, der die Leistungen nach fünf Jahren immer noch auf 3.000 Euro maximiert, ist deutlich unattraktiver, als eine Versicherung, die nach fünf Jahren keine Begrenzung mehr vorsieht. Vor dem Hintergrund der wahrscheinlich auf einen Menschen zukommenden Kosten im Zahnbereich sollte eine zusätzliche Absicherung angestrebt werden.
Ob ein Berufseinsteiger, unabhängig davon ob Lehrer, Architekt oder Ingenieur, unbedingt eine Leistungsaufwertung im Krankenhaus durch eine Unterbringung im Zweibett-Zimmer bedarf, ist eigentlich nur vom persönlichen Anspruch und dem Einkommen abhängig. Der Aufenthalt im Mehrbett-Zimmer führt nicht unweigerlich zu einem finanziellen Risiko.
Die Ersatzkassen bieten Kooperationen mit privaten Krankenversicherern an. Diese Tarife sind speziell auf die Leistungen der entsprechenden Ersatzkassen abgestimmt und oft günstiger kalkuliert, als Individual-Tarife. Ein entsprechender Vergleich der Ersatzkassen auch im Hinblick auf die Zusatzabsicherungen ist sicher lohnenswert.
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