Gesundheitsfachberufe
Gesundheitsfachberufe, auch als Medizinische Assistenzberufe oder Medizinalfachberufe bezeichnet, sind Berufe im Bereich des Gesundheitswesens. Sie sollen dabei sowohl die ärztlichen Tätigkeiten unterstützen als auch Aufgaben der Gesundheitsförderung, medizinische Rehabilitation und Therapie wahrnehmen.
Gesundheitsfachberufe können in verschiedene Gruppen unterteilt werden. Dabei kann man unterscheiden zwischen:
- Pflegerische Berufe (Altenpfleger/-in; Gesundheits- und Krankenpfleger/-in),
- Assistenzberufe (Medizinische(r) Fachangestellte(r); Rettungsassistent/-in),
- Therapeutische Berufe (Logopädin/Logopäde; Ergotherapeut/-in),
- Medizinisch-Technische Berufe (Gesundheitsaufseher/-in; Medizinischr(r) Dokumentar/-in)
- Medizinisch-Technische Berufe im Handwerk (Augenoptiker/-in, Hörgeräteakustiker/-in).
Obwohl es das Ziel der Gesundheitsfachberufe ist, die ärztlichen Tätigkeiten zu unterstützen, ist in einigen Bereichen dennoch ein zunehmendes Streben hin zu eigenständigen Tätigkeitsfeldern zu verzeichnen. Die derzeitige Diskussion dreht sich darum, ob es Angehörigen dieser Gesundheitsfachbereufe ermöglicht werden sollte, ein Hochschulstudium zu absolvieren.
Gesundheitsfachberufe
Gesundheitsfachberufe - Ausgewählte Artikel
Physiotherapeut/in
Verspannungen im Nacken? Eine eingeschränkte Beweglichkeit nach einer Verletzung, durch hohes Alter oder eine Behinderung? Eine vorbeugende Therapie? All dies sind Gründe, um eine(n) Physiotherapeuten/in zu besuchen. In einer 3-jährigen Ausbildung erlernen Physiotherapeuten/innen die Handgriffe und Methoden, um ihren Patienten die Bewegung wieder zu erleichtern.
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Logopäde/in
Wenn es jemandem die Sprache verschlägt, wird dies meist im übertragenen Sinne gemeint. Wenn ein Mensch aber wirklich die Fähigkeit zu Sprechen verliert oder ihm auch in den Gedanken die Worte fehlen, verändert es das Leben des Betroffenen grundlegend. Logopäden/innen nehmen sich dieser Patienten an und versuchen ihnen in der Therapie die verlorenen Worte wiederzugeben.
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Zahntechniker/in
Ohne die Arbeit eines/r Zahntechnikers/in kommt im Laufe des Lebens kaum ein Mensch aus. Zahntechniker/innen fertigen herausnehmbaren und festsitzenden Zahnersatz, kieferorthopädische Apparaturen wie auch Aufbissschienen und Antischnarchapparate. Die dazu benötigten Fertigkeiten erlernen Zahntechniker/innen in einer 3½-jährigen Ausbildung, handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail sollten jedoch schon vor der Ausbildung vorhanden sein – ihre Arbeit ist schließlich in aller Munde.
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Orthopädietechniker/in – früher: Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in
Einen Arm oder ein Bein zu verlieren ist ein tiefgreifender Einschnitt im Leben eines jeden Betroffenen. Ohne die Arbeit der Orthopädietechniker/innen wäre dies noch viel gravierender. Orthopädietechniker/innen fertigen Prothesen an, also den Ersatz von Gliedmaßen, Organen oder Organteilen, sowie Orthesen, die als Hilfsmittel zur Unterstützung eingeschränkt funktionstüchtiger Körperteile eingesetzt werden.
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Medizinisch-technische/r Assistent/in
Die Berufsbezeichnung ‚medizinisch-technische/r Assistent/in‘ ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für 4 Berufsbilder. In der Medizin und Tiermedizin im deutschen Gesundheitswesen sind dies der/die medizinisch-technische Assistent/in für Funktionsdiagnostik (MTAF), der/die medizinisch-technische Laboratoriumsassistent/in (MTLA), der/die medizinisch-technische Radiologieassistent/in (MTRA) und der/die veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in (VMTA).
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Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in
Kälte, Wärme, Licht, Wasser und mechanische Kräfte setzen Masseure/innen und medizinische Bademeister/innen zur Behandlung ihrer Patienten ein. All dies sind Verfahren der physikalischen Medizin, die auf ärztliche Anweisung von den Masseuren/innen und medizinischen Bademeister/innen angewandt werden. Die hierfür erforderlichen Kenntnisse werden in einer 2½-jährigen Ausbildung erworben.
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Diätassistent/in
Essstörungen sind häufig. Diätassistenten/innen arbeiten sowohl an der Prävention der Essstörungen als auch an der Therapie bestehender Essstörungen und ernährungsbedingter Erkrankungen mit. Dabei steht neben der Gewichtsreduktion natürlich die gesunde Ernährung im Vordergrund. Auch Erkrankungen, die primär nicht zwingend mit der Ernährung in Verbindung gebracht werden, durch diese jedoch zu beeinflussen sind, werden von den Diätassistenten/innen auf ärztliche Verordnung hin therapiert.
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Podologe/in – Schritt für Schritt zur Fußgesundheit
Erkrankungen der Füße beeinflussen die Lebensqualität der Betroffenen stark. Manchmal ist an ein normales Fortbewegen gar nicht mehr zu denken. Oftmals kann die medizinische Fußpflege in diesen Fällen Besserung verschaffen. Durchgeführt werden die Maßnahmen der medizinischen Fußpflege durch Podologen/innen. Diese arbeiten sowohl selbstständig als auch auf ärztliche Anordnung.
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Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r)
Schweißausbrüche, Unruhe, rasender Puls – das Geräusch eines Zahnarztbohrers ruft viele Reaktionen hervor, doch an Arbeit denken dabei die Wenigsten. Eine Ausnahme sind die zahnmedizinischen Fachangestellten. Sie unterstützen Zahnärzte und Zahnärztinnen bei allen Tätigkeiten, die in einer Praxis anfallen. Dazu gehören die Betreuung der Patienten, die Organisation der Praxisabläufe und natürlich die Assistenz bei Behandlungen und Untersuchungen.
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Tiermedizinische(r) Fachangestellte(r) – früher: Tierarzthelfer
Es gibt etwa 12 Millionen Haushalte in Deutschland. Vergleicht man diese Zahl mit jener der Haustiere, die bei 23,2 Millionen liegt, müssten fast in jedem Haushalt zwei Haustiere leben. Wenn das Haustier kränkelt müssen tiermedizinische Fachangestellte helfen. Dabei müssen sie nicht nur Tierärzten bei der Behandlung des Lieblings assistieren, sondern auch die Besitzer beruhigen.
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Rettungsassistent(in)
Ohne eine Träne voller Wut, Trauer und Verzweiflung wird wohl kaum ein Rettungsassistent seinen Arbeitsalltag meistern, so sehr er seinen Beruf auch liebt. Rettungsassistenten/innen werden täglich mit der Härte des Lebens konfrontiert. Der Kampf um das Leben von Patienten ist jedoch nur ein kleiner Teil ihrer Tätigkeit. Qualifizierte Krankentransporte, Organtransporte und Papierkram gehören ebenfalls in den Arbeitsalltag eines/r Rettungsassistenten/in.
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Orthopädieschuhmacher(in) – Handwerk für gesunde Füße
Individualität ist das oberste Gebot unter Orthopädieschuhmacher(inne)n. In handwerklicher Arbeit fertigen sie orthopädische Schuhe, Einlagen und Korrekturschienen. Diese sollen dem Träger bei Fußschäden oder Fußerkrankungen Halt geben und Fehlstellungen korrigieren. Um dies zu erreichen müssen Orthopädieschuhmacher(innen) das Handwerk eines Schuhmachers beherrschen, darüber hinaus jedoch auch über Kenntnisse aus der Medizin, speziell dem Fachgebiet der Orthopädie, verfügen.
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Operationstechnische(r) Assistent(in)
Es geht um Teamarbeit im Kampf um das Leben eines Patienten, der unter den Händen eines Chirurgen auf dem OP-Tisch liegt. Nicht nur die Ärzte, auch Anästhesie-Schwestern und-Pfleger sowie OP-Schwestern und -Pfleger, sie alle sind Fachkräfte auf ihrem Gebiet. In diesem Team arbeiten außerdem operationstechnische Assistenten/innen, kurz OTA. Sie bereiten Operationen vor, Assistieren bei deren Durchführung und betreuen den Patienten vor und nach der Operation.
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Medizinische(r) Fachangestellte(r) – früher: Arzthelfer
Die noch weit verbreitete Berufsbezeichnung ‚Arzthelfer‘ wurde zum 31. Juli 2006 durch die Bezeichnung ‚medizinische(r) Fachangestellte(r)‘ ersetzt. Die Tätigkeit bleibt jedoch dieselbe: medizinische Fachangestellte assistierten Ärzten bei der Untersuchung, Behandlung, Betreuung und Beratung von Patienten und sind für einen reibungslosen Praxisablauf unentbehrlich.
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Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
Kleine Patienten brauchen eine ganz besondere Betreuung. Kinder quengeln, können kaum stillsitzen und langes Warten gefällt ihnen gar nicht. Wenn einer der kleinen Patienten erst einmal weint, dann ist es umso schwieriger ihn wieder zu beruhigen. Diese besonderen Voraussetzungen sind die Grundlage für die eigenständige Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.
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