Vorbereitung auf den Berufseinstieg als Dolmetscher oder Übersetzer
Übersetzer und Dolmetscher, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und im Beruf Fuß fassen wollen, benötigen in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg etwas Geduld. Bis zu drei Jahre kann es dauern, bis man sich in dieser Branche etabliert hat und von den Einkünften leben kann. Diese Zeit können Berufseinsteiger allerdings nutzen, um ihre Dienstleistungen zu vermarkten.
In diesem Hinblick lohnt es sich für junge Übersetzer und Dolmetscher, sich eine Internetpräsenz aufzubauen, die potenzielle Kunden über den persönlichen Werdegang, die angebotenen Leistungen, Referenzen und vorhandene Spezialisierungen informiert. Diese Internetseite kann angegeben werden, wenn man mit Kunden in Kontakt tritt. Zudem empfiehlt es sich, ansprechende Visitenkarten drucken zu lassen und eine Geschäftsausstattung zu entwickeln.
Eine weitere Möglichkeit, um auf sein Angebot als Übersetzer oder Dolmetscher aufmerksam zu machen, besteht darin, in lokalen Zeitungen zu inserieren. Dort kann man beispielsweise Urkunden- oder Zeugnisübersetzungen anbieten. Auch online gibt es Listen für Dolmetscher und Übersetzer, in die man sich kostenlos eintragen kann.
Berufsverbände wie der BDÜ verfügen über ein online einsehbares Mitgliederverzeichnis, das einmal jährlich in gedruckter Form herausgegeben und an Behörden verschickt wird. Da die Berufsbezeichnung des Übersetzers und Dolmetschers nicht geschützt ist, gilt die Liste des BDÜ als wertvolle Orientierungshilfe. Da alle Mitglieder des BDÜ entweder über ein Diplom, einen Master-Abschluss oder einen anderen staatlich anerkannten Abschluss verfügen, können sich Auftraggeber der Qualifikation der Mitglieder sicher sein.
Die Mitgliedschaft im BDÜ ist für Studienabsolventen im Bereich Übersetzen und Dolmetschen interessant, da sie über das Netzwerk an Kollegen Kontakte knüpfen und sich selbst bekannter machen können. Zudem lohnt es sich, den Kontakt zu ehemaligen Kommilitonen zu pflegen.


