Unfallversicherung für Ärzte
Ärzte, wie alle anderen Menschen auch, sind vor einer Invalidität nicht gefeit. Die Auswirkungen, gerade bei niedergelassenen Ärzten mit Kosten für Praxis und Personal können bei Verlust der Berufsfähigkeit dramatisch werden. Aber auch im Angestelltenverhältnis sind die Konsequenzen fatal. Ein berufstätiger Mensch, der mit 27 Jahren 40.000 Euro verdient, und mit 62 Jahren in Rente gehen möchte, hat bis dahin 1,4 Millionen Euro verdient – Gehaltssteigerungen sind nicht berücksichtigt.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung greift zwar bei einer Vollinvalidität, inwieweit in Arzt bei Verlust eines Beines unterhalb des Knies jedoch berufsunfähig ist, bleibt dahin gestellt. Dennoch fallen in diesem Fall einmalige Kosten an, die leicht in die Tausende gehen. Auch bei Teilinvalidität können Umbaumaßnahmen in der Wohnung oder im Haus notwendig werden, eventuell muss ein behindertengerechetes Auto angeschafft werden.
Zweck einer Unfallversicherung ist für Ärzte nicht eine Leistung von 25.000 Euro bei Vollinvalidität oder 20 Euro Unfallkrankenhaus-Tagegeld. Ziel ist die finanziellen Absicherung des „worsed case“. Eine vernünftige Grundsumme mit entsprechender Progression sollte das Ziel sein. Grundlage ist die Versicherungssumme. Beträgt diese 100.000 Euro und ist mit einer Progression von 500 Prozent ausgestattet, erhält die versicherte Person bei Vollinvalidität 500.000 Euro ausgezahlt. Bei Verlust eines Fingers beträgt der Invaliditätsgrad fünf Prozent. In diesem Fall werden auch nur 5.000 Euro geleistet.
Die Definition für einen Unfall lautet „ein plötzlich von außen einwirkendes Ereignis“. Kein Mensch rechnet damit, dass er durch einen Unfall Invalide wird. Täglich trifft es aber viele – eine entsprechende finanzielle Absicherung verhindert zumindest ein finanzielles Debakel.
Konzentrieren Sie sich bei dem Vertrag auf das Wesentliche
Ermitteln Sie Ihren Bedarf für den schlimmsten Fall an Hand des Bruttoeinkommens. Das 10fache Jahresbruttoeinkommen, kombiniert mit einer Progression von 500 Prozent, gilt als vernünftige Lösung, ohne dass die Prämie utopisch wird. Als Berufseinsteiger können Sie noch eine Unfallrente mit einschließen. Diese zahlt lebenslänglich ab einem Invaliditätsgrad von 51 Prozent. Von einer Dynamisierung des Vertrages ist abzuraten. Diese führt zwar zu einem Ansteigen der Versicherungssumme, aber auch zu einem stetigen Anstieg des Beitrages. Sinnvoller ist die Überprüfung des tatsächlichen Bedarfs im Jahres- oder Zweijahres-Rhythmus.


